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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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Johannes von Müller Briese. 175

Freude, unter den Augen eines großen Königszn arbeiten; es ist eine Wollust, unter Sulzcr,Merian, Lambert, Wcgelin, so manchem würdigenGelehrten, nahe bei Ihnen, m. Fr., in der auf-geklärtesten deutschen Stadt leben. Es ist abernicht weniger eine gute That, welche mit Göttcr-rergnügcn lohnt, dem Vaterland einen auszeich-nenden Dienst leisten, es Auswärtigen vorthcil-haft bekanntmachen, dem fernen Philosophen, demaufblühende» Bürger und den künftigen Geschlech-tern einen würdigeu Begriff davon geben. Dießgedenke ich zu thun in einer Beschreibungdes Landes, des Volkes und der Ver-fassungen Helveticns in ihren Revolu-tionen, welche ich in einigen Jahren herausgebe,welche die geschicktesten Patrioten im Bezirk unsererhelvetischen Confédération unterstützen, die manhier zu Land erwartet, und zu der ich mich neu-lich erst mit Wort und Hand verbunden habe;eine Arbeit, die man nicht hat, die man aberhaben sollte, weil die wenigsten unser Land ken-nen, weil es viele zu kennen wünschen, und weiles, meines Erachtcns, gekannt zu werden verdient.

In einem sehr entfernten Lande würde ich dieQuellen und Hülfsmittel dazu nicht haben. Aberin einigen Jahren bin ich fertig; mein Wort habeich alsdann gehalten. Vielleicht würde ich, nach-dem ich dem Vaterlande meine Pflicht als Bürgererstattet, alsdann mit mehrercm Anstand, gewißmit ungleich erweiterten, berichtigten und geprüf-ten Kenntnissen, als Weltbürger auch andern Län-dern zn dienen, mich aus der Schweiz entfernen.Die Projecte über die Verbesserung des Erziehnngs-wesenS sind Ihres Königs und seines Ministeriumswürdig. Ich würde, wenn ich's fähig wäre, mitFreuden an der Beförderung so nützlicher Anstalten