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Johannes von Mäkler Briefe.
Glück ist die Zeitung nicht der Mund der Wahrheit,noch sind die Länder so geschwind erobert, als prä-rendirt-
An einem Morgen, da du nichts Besseres zu thunhast, setze dich hin, und schreibe mir — alles, wasdir einfällt, in jeder Sprache, welche dir in denMund kömmt. Dieß will ich als einen Beweisdeiner Freundschaft erkennen. Wenn du mir nicktbald schreibst, so schreibe ich dir wieder znr Beschä-mung., Wenn du mir recht bald schreibst, so ant-worte ich dir bald wieder zur Belohnung.
Du weißt alles, was mir in deinen Briefen liebist, wenn man mit solchen Augen wie du, einenMenschen wie ich, so nahe und so lange gesehen, solernt man ihn besser kennen, als er sich selbst.
Kennst du h.ie Mémoires de Beaumarchaisnicht? welche ganz Paris belustigen und seine Rich-ter und Gegenpartei in der ganzen lesenden franzö-sischen Welt lächerlich machen?
Mein Compliment allen, welche mir die Ehreanthun, sich um mich zu bekümmern.
Neues von Schaffhausen! Wenn nichts geschieht,so schreibe mir, was geschehen sollte, oder geschehenwird.
Ich sage dir nicht, daß ich dich von Herzen liebe,ich sage nur, daß ich unter dem Vergnügen, welchesmir hier Wissenschaften und Freundschaft gewäh-ren, gleichwohl immer fühle, daß du nicht hier bist,und baß ich noch glücklicher seyn könnte. Ein Tagwird mich wieder in deine Arme führen, wertherFreund, und aufgemuntert durch deine Freundschaft,will ich freudiger dem Vaterlands dienen, wenn essich von meiner Wenigkeit dienen lassen will. Bonsoir. Dein M.