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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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Johannes hon Müller Briefe.

ein Buch über die Schweizer schreiben, indeß dieVerfassungen der Europäer zu studiren fortfah-ren, und ehe ich mich firire, einige Länder durch-reisen. Gelegenheit weiß ich dazu keine, aber diegibt sich. Mein Grundsatz wird, faires votro de-voir et laissez faire aux Dieux.

Stellen Sie sich ein schönes Haus zwischenGärten und'Alleen vor; im Mittag und Ost dieewigen Eisgebirge, die Grundfesten der Erde, ihrScheitel im Himmel, ibre Füße in der Unter-welt. Im Norden der lemanische See, an demandern Ufer das friedsam lachende Waadtland mitseinen zahlreichen Flecken und Landstädten. ImWesten Genf, die älteste Stadt des Landes, zuallen Zeiten sein Schlüssel, die Wohnung der Frei-heit, nun auch der Unruhe; Sitten, welche Re-publiken verderblich werden können, Enthusiasmusfür die Freiheit, der oft ein Vorbote ihres Ver-lustes, ein industriöses, lebhaftes Volk, viele nach-denkende Geister; solche unermeßliche Aufklärungnicht, als ich aus fremdem'Munde in einem mei-ner Briefe gesagt habe, aber ein allgemeiner Geistdes Rationnements und Denkens. Dieß ist derOrt, dieß ist die Nachbarschaft, wo sehnlich einenBrief von seinem Freunde Nicolai erwartet, der,welcher bei ihm in Berlin noch glücklich zu lebenhofft. I. M.

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An Herrn Canonicus Gleim in Halberstadt.

Besstnge bei Genf. den 10 Jul. 1 7 7 4-

Anstatt mich zu entschuldigen, daß ich Ihnen sosreimüthig schreibe, sollte ich mich eher entschuldi-gen, daß ich es so spät thue; wenn nicht freilich