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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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Johannes von Müller Briefe.

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Es ist mir leid, sehr leid, m. Fr., daß ichnicht, sobald ich's wünschte, den guten Rath Ihresverehrungswürdigen Vaters werde benutzen kön-nen. Ich bin geneigt, unserm Vaterland zu die-nen, zurück aber kann ich unmöglich eher kom-men, als bis jene Fesseln, die mich an einen un-beliebigen Beruf banden, und die ich aufgelöst habe,vollends zerbrochen sind. Wenn dieß geschieht, sobin ich des Vaterlandes: wo nicht, so ist mir alleslieber. —

21 .

An Herrn Z. Z. v. Peyer in Schaffhausen.

Genf. März 1776 .

— Ich habe gemeinschaftlich mit einem jungenFreund das Gemälde der Universalhistorie nocheinmal übersehen, wozu Voltaire, welcher viel-mehr malt als erzählt. gedient hat. Man hatauch ein Tableau des Révolutions de l’Europe de-puis 476 — 1765 , von Professor Koch zu Straß-burg, welches wir als das ordentlichste, deutlichsteund in seiner Art vollständigste Compendium derHistorie befunden haben. Hierauf wollten wirRapnals berühmtes Buch über beide Indien lese».Ich vertraue Ihnen aber, daß mir nicht möglchwar, dasselbe zu vollenden. Viele unbekannte undwichtige Facta sind zwar mit außerordentlicher Ge-nauigkeit in demselben beschrieben worden; dieNachrichten, welche ich bisher von Engländern undBewohnern beider Indien hierüber vernommen,sind ihm meistens günstig; — aber angesteckt vonder neuen Wuth, philosophisch, d. i. anders, alsdie andern zu schreiben, hat dieser Verfasser eine sovollkommene Unordnung in sein Werk gebracht.