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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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Johannes von Müller Briefe.

ich gesucht; ich habe nicht leicht etwas Gutes oderBöses ohne Folgen gethan, unb alle Folgen riefenmich von Abwegen auf die Straße der Entwicklungaller todten Kräfte meines Geistes. Vermuthlichbieten alle wvhlbeobachteten Lebensgeschichten das-selbe dar, aber die Menschen haben Augen und se-hen nicht, darum brauchen sie Katechismen.

Seit meinem Letzten beschrieb ich die Reisen derPäpste. Ich war von dem heiligen Vater wie be-sessen, ich habe nie begeisterter gearbeitet; frühbeim Aufwachen war diese Sache vor meinen Augen;bis ich sie schloß, vermochte sich keine fremde Ideein meine Seele zu drängen. Man könnte dieseSchrift betiteln: „Wider das dumme Jubelgeschreides Publikums, bei der Vernichtung aller Hinder-nisse des militärischen Despotismus." Gegenwärtigdruckt man sie deutsch und französisch. Er. Heilig-keit von Rom, Sr. Unheiligkeit in Potsdam undeinigen verständigen Reichsfürsten kann sie nichtmißfallen; ich selber spreche fast nie, die Historiesagt alles.

Ich danke Ihnen sehr für alles, was Sie in dentheologischen Briefen über mein Lieblingsbuch sagen,über den Prediger Salomons. Für alles, was indiesen Briefen (wahrlich zu seiner Zeit) gesagt wor-den, danke Ihnen, wer würdig ist, sie zu verstehen.Es herrscht in denselben ein, wenn ich mich nachmeinem Gefühl ausdrücken darf, kindlich gro-ßer Geist. Mir gefällt sehr, daß Sie die Menschendavon ableiten, überall Ursache und Wirkung, oderaber Zufall zu sehen, da Zusammenordnungdas eigentliche Geheimniß dessen ist, welcher sich zuseinem Zweck unserer als Werkzeuge bedient. Th. i.S. 213 hat mich die tröstende Anmerkung widerVoltaire sehr gefreut. S- 252. Daß auch Sie diealten Hpmnen so gefühlt haben (in den Scriptorib.