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Johannes von Müller Briefe. 263
rer. Ital. von Muratori sind einige Benedictinischeauch voll derselben Salbung und sanften Melancho-lie: sie härten mich bald züm Benedictiner gemacht).Auch sehr wahr ist S. 256, die Kirchenvater warenweiser, als man glaubt. Wie können Sie S. 267,die Maccabaer, diese unerträgliche Déclamation, un-ter die angenehmen Bücher zählen? Von den Weiftsagungen hat niemand wahrer geschrieben, weil nie-mand unbefangener. Eine, die für mich am schwer-sten ist, ist die Nennung des Cprus einige hundertJahre vor seiner Geburt. Ihre vortrefflichen Stel-len aus Pirlíè avoth erweckten in mir den Wunsch,auf einem Octavbláttchen diejenigen jüdische» Schrif-ten verzeichnet zu haben, welche entweder moralischoder zur Historie für mich merkwürdig seyn können.
Aber was ich noch mehr wünsche, ist, einst be-sonders bei Ihnen die Jamben über die Offenbarungzu lesen.
So lange ich von Gregvrius, von Alerander undJnnocentius voll war, befand ich mich so wohl, alsmären Leib und Seele gleich unsterblich an mir.Nachdem ich dieses vollendet, bemächtigte sich mei-ner unerhörte Traurigkeit. Ich fühle eine unbe-schreibliche Wirksamkeit in mir; wenn sie sich aus-breiten kann, so ist alles gut; wo nicht, so frißtmeine Seele in sich selber, zumal in dieser Ein-samkeit: hiewieder hilft nichts, als Freunde, oderwenigstens Zerstreuung.
Ich umarme Sie herzlich und Ihre Frau.
Ihr jc.