298 Johannes von Müller Briefe.'
immer abwechselnden Scene zu folgen. Im Frühling,hoffe ich, sollen Sie haben, cjuidquid est libelli.
Ihre Hypochondrie ist mir darum überaus leid,weil ich auch weiß, was das ist; sonst, war ich niekrank. Sie zu umarmen, wünschte ich sehr. Hiebeiwürden Sie aber nicht viel gewinnen, denn ich binin meinem Thun und Lassen ein gar nicht merk-würdiger, überhaupt ein ziemlich stillschweigenderMensch, zumal seit ich in Deutschland lebe; dennvormals war ich überaus lebhaft. Wenn wir unsaber je persönlich genauer kennen lernen sollten,so darf ich hoffen, Sie würden alsdann immermehr mein Freund werden; denn das, was Ihnenan meinen Schriften gefällt, würden Sie in mei-nem Herzen finden, hingegen viel anderes nicht,was le tiers et le quart darin zu seyn vermuthet.
55 .
A Madame T.
Cassel, 10 Dec. 1782.
— Actuellement je suis occupé du matin ausoir de l’histoire de la Suisse. Asm d’y êtreentièrement, j’ai abandonné toute autre lecturepour tout le tems de cette composition ; ex-cepté que, n’ayant d’autre moyen de me délas-ser, je lis tous les jours quelque pièce dethéâtre, ou bien quelque traité de philosophie:ces deux choses, comme vous savez, ne sontpas bien différentes, puisque ,,la métaphysiquen’est qu’un long menuet où après mille toursct pas frès-savans chacun revient à la mémoplace *).“
*) CFín Mort von Voltaire. H.