Johannes von Müller Briefe. 52!
über unsere Sachen geblieben wäre, so würden Siegeblieben und ich wieder hingekommen seyn. So,mein Liebster, bleiben wir jeder sich selbst über-lassen, und seinen Freunden, wenn er welche hat.Wenn Sie an Förster schreiben, so sagen Sie ihmdoch, „wenn sich aus seinem Weg etwas findensollte, Bibliothek, Archiv, Akademie, oder solchZeug, wobei jemand gebraucht werden könnte, denman für einen Geschichtkundigen hält, so soll ermeiner gedenken;" weiter nichts; ich weiß, daßwenn er etwas kann, er für mich thut, was ichrecht gern für ihn thäte. Er ist unter den weni-gen, um deren willen man es noch in der Weltaushalten,mag. Ich kann zwar nicht absehen, daßder Fall in dem Lande, wo Sie sind, eintreffenkönnte; indessen. Lieber, wenn Ihnen oder IhrerFreunde einem dergleichen etwas, wie ich von För-ster begehre, bekannt werde, so bitte ich Sie wieFörstern. Sie wissen selbst. Einkommen begehreich nie mehr, als man in jedem Lande braucht,um ehrbar zu leben: daß es Bücher an dem Ortgebe, ist mir nothwendiger. Meine Gesundheit istfest: ich bin hier seit 7 — 8 Wochen kaum einmalvom Zimmer gekommen, und ich befinde mich rechtwohl.-
Adieu! Vergessen Sie im Umgang mit IhrenTodten des Lebensgenusses nicht. Rechnen Sieauf mich, als den Ihrigen überall.
I. M.
N. S. Zu Avenche, über den Trümmern desalten Aventicum, habe ich Nachricht bekommen,was für ein Schicksal Sie dem Eichhörnchen ge-macht haben. Ich sah ein Gebund Götting. An-zeigen auf dem Tisch, und las Ihre Bemerkungüber die Sehnerven.