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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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1 Ins gemein. 91ein ſpaͤtes Jahr/ muß man derowegen deſto reichlicher ſaͤen/ dieweil ſonſten inmittler Zeit viel Saamen verdirbt. 89988

4. Wann die Eichbaͤume reichlich Frucht tragen; Die Geiß und Schafean der. Heerde viel ſtegen/ und eilends wiederſteigen wollen; Item/ wann dasWeyd⸗Viehe das Erdreich ſehr zerſcharret/ und den Kopff gegen dem Nor-den⸗Wind ſtrecket: Auch ſo die Horniſſen vor Niedergang der Gluck⸗Henneerſcheinen/ und die Enten oder Ant⸗Voͤgel zu Ende des Winters rothlecht ander Bruſt ſeynd; ſo bedeutet es einen langen Winter.

5. Wann diealte Widder und Schafe im Fruͤhling hefftig geil ſeynd/ undſpringen/ zeigen ſie an/ daß der nachfolgende Sommer waͤrmer werde.

6. Wann die Kuͤhe ſehr kaͤlbern/ oder ſehr ſterben/ ſo bedeutet es den fol-genden Winter viel Regen.

7. Iſt die Korn⸗Saͤens⸗Zeit trocken und klein/ der Mey⸗Monat giebtzeitig Regen/ und Baͤume/ Weitzen/ Korn/ und andere Saat haben warmeund trockene Tage in ihrer Blumen Vollkommenheit und Fruchtes Anfang:ſo wird es ein fruchtbar Jahrgeben.

8. Wann das Kraut⸗Gemuͤſſe vollkommlich genug waͤchſet/ und bringetuͤberflaͤſſig zeitlich und reiffen Saamen/ ſo verhoffet man ein gut Korn⸗Jahr.

9. Wann der Winter feucht/ je doch nicht allzu uͤbermaͤſſig naß iſt/ undder Mertz trocken/ der Aprill feucht/ und die Sommer⸗Zeit giebt der Saat-Blumen bequem trocken Wetter: ſo iſt ſolches ein gut Zeichen zu einemfruchtbaren Jahr.

10. Das Schnee⸗Waſſer erquicket ſehr hertlich die Erde/ und andereGewaͤchs/ wann kein Regen mit Froſt darzu kommt/ und hefftet/ das alſo zu-ſammen/ daß das Gewaͤchs kommt zwiſchen zwey Eiß zu ſtehen.

1I. Wann die Nuͤſſe wol gerathen/ ſo will auch der Saame/ der zu desMenſchen Speiſe iſt geſaͤet/ ſeinen vollen Wachsthum bekommen.

12. Kommen viel trockene Winter nach einander ohne Regen: So be-viel Baͤume im Wald und anderwegen darvon zu verdorren und zuvergehen.

13. Iſt der Fruͤhling und Sommer durch Regen ſehr naß/ ohne ſonder-liche Kaͤlte: ſo wollen die Ratten/ Maͤuß/ Kroͤten/ Froͤſche/ Fliegen/ Korn-Wuͤrme/ Raupen/ fliegende Heuſchrecken/ Wuͤrme/ die der Gewaͤchs Wur-tzel abbeiſſen/ und andere dergleichen/ die Saat/ und aufgewachſene Frucht/verzehrende ſchaͤdliche Thiere haͤuffig werden/ und macht ein theuer Jahr.

14. Wuͤrme/ die in Eich⸗Aepffeln gefunden werden/ bedeuten ein unfrucht-bar Jahr/ und theure Zeit/ Fliegen darin/ bedeuten Krieg/ SpinnenwebenPeſtilentz oder vergiffte Lufft. 8

15. Siehet man/ daß des Frühlings Gewaͤchs oder Etääie Plemo

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