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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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Den 23. und 8. diß Monats ſolle mun nicht zu Ader ſaſſen⸗dann manſolle krumm undkraͤmpfſicht darvon werden.10. Man ruͤhmet und ſaͤubert auch nunmehr den Meyerhof vom allen Di-fuln/ Doͤrnern und Unkraut. Im uͤbrigen.Mein Freund hoͤr fleiſſig zu: Ich Hornung will nicht ſchertzen/Wirſt du des Jenners Lehr bewahrenin dem HertzenZu dieſer meiner Zeit/ daß duihr Folge giebeſt/Nemlich/ vor Venus Spiel nur gute Speiſe liebeſt/Purgitren ſtelleſt ein/ noch kein Blut wirſt vergieſſen/Und zu dem Aus und Ein das Bretſpiel thuſt verſchlieſſen/So wirſt du leben wol/ und wann der May anblicket/Alsdann dein ander Du wird doppelt mehr erquicket.II. Im Blumen⸗Garten.

r. Was im Januario noch mangelt/ inſonderheit den Garten zu ſaͤu-berm und zu reinigen/ kan man jetzo thun.

2. Jetzo kan mam auch die Erde in den Blumen⸗ und Luſt⸗Gaͤrten(auſſerwo Zwiebeln und Fruͤhlings⸗Gewaͤchſe /) umarbeiten und miſten/ hernachermit allerley darzu dienlichen Saamen der Sommer⸗und Herbſt⸗Blumen/Gewaͤchſen und Kraͤutern beſaen.

III. Im Kuͤchen⸗Garten.

r. Anjetzo kan man auch die Kraut⸗Gaͤrten graben und tuͤngen/ wo derBoden nicht zu weich noch zu hart iſt.

2. Wann mankeinen Froſt mehr befoͤrchtet/ kan man zu einem Verſuchſaͤen/ Kreſſen/ Laetuck/ Zwiebeln/ Peterſilien/ auch fruͤhzritige Erbſen ſtecken.

3. Gelben Ruͤbſaamen und Zwiebel kan man ſtecken im letzten Viertel.

4. Kapſaamen kan man ſaͤen am Abend Petri Stulfeyer oder Matthia.

Nota. Im Saͤen und Pflantzen dieſes Monats hat man vornemlich zu

ſehen nach dem Ort/ dahin man ſaͤenwill/ und ſolle derſelbige warm/auch wol gegen der Sonne gelegen ſtyn.

Ingleichem muß man wiſſen den Unterſcheid der jenigen Gewaͤchſe/ ſo

uber oder unter ſich wachſen.

Die uͤber ſich wachſende ſollenim aufgehenden Mond/ und um den Waͤ-

8 gfesr 8 efaͤet werden: Dann es nimmt beſſer zu/ undhieſſe mauf.

Gleiche Beſchaffenheit hates mit den jenigen Gewaͤchſen/ ſo man zuSaa-

men behalten will: Dann ihnen der Vollmond viel beſſer bekommt/als das Widerſpiel/ wann man den Saamen und Fruͤchte vollkom-men behalten will Die