Band 
Erster Band.
JPEG-Download
 

38

Johann von Pisa.

Und in diesem Falle muß man diese Spuren einer dem er-wähnten Gebrauche angemessenen gothischen Strucktur nur alsNebendinge betrachten, welche von der Architektur dessanw und dem Geschmacke seines Baumeisters völlig unab-hängig sind.

Von den zwei langen Seiten des Parallelogramms zähltjede 26 Schwibbogen und von den beiden kleineren jede 5.

An einer dieser kleineren Seiten erhebt sich die Kapelle inForm eines Doms und ist an den Gottesacker angebaut.Alle diese Schwibbogen ruhen auf sehr Höhen Fußgestellen,unter welchen sich ein fortlaufender Untersatz befindet. DieSäulenhallen sind aus sehr regelmäßig behauenen und zusam-mengefügten Werkstücken von weißem Marmor erbaut, welchergrößtentheils in den Bergen von Pisa gebrochen worden. DieGallerien sind mit Platten von dem nämlichen Marmor be^legt. Die Mauern waren mit Gemälden von den geschicktestenMeistern jenes Jahrhunderts geziert. Die Zeit hat sie sehrbeschädigt. Aber man kann sich leicht das Interesse denken,welches dieser, sowohl durch die Werke des Pinsels, als durchmannigfaltige, berühmten Personen der Republik Pisa errich-tete Grab- oder Ehrendenkmäler gezierte große Spaziergangzu seiner Zeit darbieten mochte.

Auch gab die Königin Christine diesen interessanten Gal-lerien den Namen eines Museums, welcher denselben, nurnach dem zu schließen, was man jetzt noch sieht, in der Thatauch in mehrerer Hinsicht mit Recht gebührte. Trotz des Ver-lusts der meisten Gemälde (von welchen uns jedoch glücklicher-weise die Kupferstiche erhalten worden *) findet man dort noch 'Gegenstände genug, die sowohl hinsichtlich ihres Alterthumsals des Kunstverdienstes unter die Seltenheiten gehören. Sobemerkt man dort unter Anderen eine ziemlich große Samm-

S. ?itture üel Lampo smto üi ?iss, intazliate <tr> L. I^sillio; M tolio.