48 Filippo Brunellcschi.
lichen Volkes zeugten. Man hätte von ihm sagen können, wasAmmian vom Conftantius beim Anblicke des Forums Trajan'öerzählt: Haerokst sttonitus per ZiAgnteos contexius eir-eumkerens nrenienr, uec relstn stksl^iles nee rnrsus oior-ts1U»u8 sppetencko8.
Nachdem Brunelleschi sich von dem ersten Eindrucke erholt,kannte er keine Ruhe mehr. Er vergaß alle Sorgfalt für dieBedürfnisse des Lebens, die Stunde des Essens und desSchlafens. Er hatte nichts Anderes, nichts Nothwendigeresmehr zu thun, als Grundrisse zu machen, die altertümlichenGebäude auszumessen, durch Ausgrabungen die genauen Maaßederselben aufzufinden, die wahren Charaktere der drei Säulen-Ordnungen aufzusuchen und jenes System von Verstand, Ein-sicht und Harmonie zu erforschen, welches die Autorität seinerGrundsätze wieder geltend machen und verewigen sollte. DerEhrgeiz, der Wiederherstellet der Baukunst zu werden, undseinen Namen dem des Giotto an die Seite zu setzen, erhieltseinen Muth aufrecht und ermunterte seinen Eifer; aber erhatte zugleich auch die Quellen seines Unterhalts erschöpft.Donatello war bereits nach Florenz zurückgekehrt; Brunelleschi wäre genöthigt gewesen, ihm dahin nachzufolgen, wenn Hmsein erstes Gewerbe, als Goldarbeiter, nicht die Mittel verschafft,den Kursus seiner Studien zu Rom zu verlängern.
Ein besonderer Beweggrund hielt ihn noch dort zurück.Es war das Lieblingsgeheimniß seines Ehrgeizes, welches erkeinem Menschen, selbst nicht seinem Busenfreunde Donatello anvertraut.
Seit langer Zeit dachte Brunelleschi im Stillen über dieAusführung eines Unternehmens nach, für das er sich, nachden Eingebungen seines Genie's, geboren glaubte. Es bestanddasselbe in nichts Geringerem, als die vier Schiffe der Kirchevon 8anis Claris äel kiore durch eine ungeheuere Kuppelmit einander zu verbinden. Das Gewölbe derselben sollte