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Filippo Brunelleschi.
chen die Beschaffenheit der Materialien, welche die Stein-brüche in diesem Lande zum Verarbeiten darboten, natürlichdie Bauleute zur Verwendung wahrhaft riesenmäßiger Stein-blöcke veranlaßt. Die Ruinen von Fiesole gaben zu Florenz die ersten Lehren dieser Art, und die noch vorhandenen Uebcr-reste der Mauern einiger hetruszischer Städte waren zu auf-fallende Beispiele, um nicht zu ihrer Nachahmung einzula-den. Es ist zu vermuthen, daß der Gebrauch ungeheuererBossagen *, welcher in der Architektur der neueren Toskanerherrscht, sich durch ältere Gewohnheit fortgepflanzt. DieserGeschmack war schon vor Brunelleschi eingeführt. Er selbsthatte deren an vielen alterthümlichen Denkmälern in Rom von ausgezeichneten Mustern gesehen, die viel größer unddamals ohne Zweifel auch in größerer Anzahl, als gegen-wärtig vorhanden.
Man hat auch, und zwar nicht ohne große Wahrscheinlich-keit, die Anwendung dieses Geschmacks fast in allen großenPalästen von Florenz den politischen Ursachen der Zeit bei-gemessen, in welcher sie in Mitte unaufhörlicher Gährungeneines unruhigen und aufrührerischen Volkes aufgeführt wur-den. Es wäre nicht zu wundern, daß die Großen selbstder Construktion ihrer Stadthäuser jene Art äußern Charak-ters zu geben gesucht, der ihnen das imposante Ansehen festerSchlösser oder Zitadellen gewährt.
Wie es sich auch mit diesen Gründen verhalten mag, sotrieb Brunelleschi diesen Charakter von Construktion bei demPalaste Pitti aufs Höchste. Es bedurfte ohne Zweifel derganzen Größe, die man an dieser Masse bewundert, desganzen Stolzes und der Energie, welche darin herrschen, umdie von dieser Construktion unzertrennliche schwerfällige Ein-
« Bossagen sind Werkstücke, die nur an den Ränder» glatt behaue», inder Mitte aber hervorstehen und rauh bearbeitet sind. Man steht sie nur nochan Gebäuden, welche and dem Mittclalter stammen. A. d. U.