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Erster Band.
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Michelozzo. 73

Herzoge. Wenn Einer der jetzigen Fürsten denselben auf'sNeue bewohnen wollte, würde das Gebäude sehr wahrscheinlicheiner abermaligen Metamorphose unterliegen müssen. Da dieArchitektur nicht den Gewohnheiten und Gebräuchen befiehlt,so muß Erstere sich nothwendig den Letzteren unterwerfen.

Man nennt noch eine ziemlich große Anzahl von WerkenMichelozzo's , die, obgleich wenig berühmt, dennoch von derFruchtbarkeit seines Talentes zeugen. Darunter gehören dasDominikanerkloster und das Noviziat zum heiligen Kreuz zuFlorenz ; der Palast Cafaggiulo zu Mugello, auf Befehl Me-dici's im Geschmack einer Festung aufgeführt; der Palast derVilla Careggi, zwei Meilen von Florenz , ein Gebäude vonmerkwürdiger Pracht; ferner zu Fiesole , für Johann von Me-dicis, einen Sohn Cosmus I., einen prächtigen Palast, beiwelchem sich der Architekt eben so geschickt als sinnreich bewies,das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden, die unebeneLage des Bauplatzes zu benutzen, um in den unteren Gewöl-ben die Ställe, die Keller und übrigen zur Oekonomie desHauses erforderlichen Räume anzubringen, indem er die oberenfür die Eintheilung der Wohnung vorbehielt.

Zur nämlichen Zeit entwarf Michelozzo den Plan zu einemHospizium für die Pilger des heiligen Landes, und Cosmussandte das Modell davon nach Jerusalem , um dort dasselbeauf seine Kosten ausführen zu lassen.

Cosmus unternahm kein Gebäude, das er nicht Michelozzoanvertraut. So bediente er sich seiner, um Wasser nach Assisi zu leiten, woran diese Stadt Mangel litt. Noch in dieserArbeit begriffen, beschäftigte sich Michelozzo zugleich mit einerandern: mit dem Plan der Citadelle von Perusa. Nach Flo-renz zurückgekehrt, baute er hier den Palast Torna Buoni,beiläufig im Geschmacke des Palastes Medicis , mit Ausnahmedaß er sich dabei nicht der Bossage bediente und dem Gebäudekeine so reiche Krone gab.