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Leon Batist« Alberti.
alle seine übrigen Talente und seine zahlreichen Arbeiten allerArt nicht nur als der Architektur fremd, sondern sogar alssolche betrachten konnte, die ihn abwendig gemacht, sich aus-drücklich zu dieser Kunst zu bekennen, welches die Thatschenselbst uns zeigen werden. Endlich könnte man sagen, daßVasari ihn mehr als einen Liebhaber, denn als einen Künstlerbetrachtet.
Wie dem auch seyn mag; so erlauben wir uns, ohneuns einer entgegengesetzten Uebertreibung schuldig zu machen,hier nach den authentischen Nachrichten der Zeitgenossen, ingedrängter Kürze ein treues Gemälde von Leon Batist« Al-berti, von seinen sämmtlichen Naturgaben und seinen Studienzu entwerfen, die ihn zu einem der seltensten begünstigtenMenschen gemacht und unabhängig von dem Ruhme, den erder Architektur verdankt, allein schon hinreichend gewesen, ihmeine wohlverdiente Celebrität zu verschaffen.
Leon Batist« Alberti stammte von der berühmten und altenFamilie der Alberti ab. Ein Sohn von Lorenzo und Neffedes Kardinals Alberto degli Alberti, fand er bei seinen näch-sten Verwandten jene Beispiele, die in der Jugend die Stelleder Lehren vertreten können; aber auch dieser entbehrte er ebenso wenig; denn er erhielt von seinem Vater die beste Erzie-hung. Wachsame Sorgfalt, vernünftige Auswahl der Studien,Anwendung der Zeit: Nichts wurde versäumt. Die Kenntnißder alten Sprachen, auf die sich oft die ganze Wissenschaftgewisser Gelehrten beschränkt, war durch den Gebrauch, dener von denselben machte, für ihn nur der Schlüssel der Wissen-schaft der Alten. Daher sein Heißhunger, seine unersättlicheBegierde, Alles zu wissen.
Wenn man die ganze Geschichte Alberti's durchgeht, findetman, daß seine Eigenschaften und Leistungen zu dem Ruhmemehrerer berühmten Männer hingereicht hätten. Die Gabendes Geistes waren nicht die Einzigen, welche seinen Ehrgeiz