Simone Cronaca.
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Natur eines jeden Denkmals hervorgehen, sind so verschieden,daß nichts schwieriger und oft nichts gefährlicher ist, alssolche Entlehnungen. Es gibt in dieser Beziehung eine Artzu entlehnen, ohne Schuldner zu werden, das heißt, nachzu-ahmen ohne zu kopiren; und diese Weise besteht darin, daßman sich nicht das Resultat des Werks eines Andern, sonderndasjenige aneignet, was das Prinzip desselben war, dasheißt, was jedermann angehört.
Vasari rühmte besonders die außerordentliche Vollendungin der Zurichtung und Verbindung der Steinblöcke, auswelchen Cronaca die ungeheuere Krone dieses Palastes ge-bildet, so wie die Sorgfalt, die er auf die ganze Construktiondesselben verwendet. Diese Sorgfalt, sagt er, ging so weit,daß dieses große Ganze nicht aus Steinen zusammengesetzt,sondern aus einem einzigen Steinblock gehauen zu seyn scheint.Zweihundert und fünfzig Jahre sind seit diesem UrtheileVasari's verflossen, und man kann sagen, daß noch heutedas Auge nicht einen einzigen Stein daran zu entdecken ver-mag, welcher durch die mindeste Ablösung dieses Lob wider-legen könnte.
Der innere Hof des Palastes, obgleich mit zwei Säulen-ordnungen, einer dorischen und einer korinthischen, mit sehrschönen Säulenlauben und aufs Sorgfältigste mit allen De-tails der Architektur geziert, scheint indessen, hauptsächlichdurch seinen verhältnißmäßig geringen Umfang nicht dem zuentsprechen, was man nach der Wichtigkeit des Aeußern er-warten zu dürfen glaubt. Aber es ist schon oben bemerktworden, daß, vom Anfang an, der Architekt sick durch denMangel an erforderlichem Raume beschränkt gefunden. Inder Folge fand Cronaca in der, schon vor ihm, begonnenenArbeit der Vorderseite des Palastes Bedingungen, denen ersich unterwerfen mußte. Besonders war dieß hinsichtlich ge-wisser innerer Anlagen, als: der Eintheilung der Gemächer
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