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abthcilung erhielt, wieder verlassen und sich bis St. Croir zurückgezogen.In der That rückte der General Milhaud mit dem fünften französischenCavallcriccorps in Colmar eine Stunde nach Schciblers Abzngc ein,und ging am 24 . mit der Dragoncrbrigade des Generals Montc legierauf St. Croix los. Hundert Szccklcrhusarcn waren in der Morgenfrühein der Richtung von Colmar vorgeschickt worden, und stießen unfern derStadt auf den Feind. Sie ließen sich in den ungleichen Kampf ein, undwären vernichtet worden, wenn ihnen nicht der Oberst Schciblcr mitdem übrigen Theile dieses Husarcnrcgimcntcs und mit einem Pulk KosakenHülfe gebracht hätte. Die ihm bcigcgcbcne Schwadron des baicrischensiebenten Chcvauxlcgcrsrcgimcntcs und seinen zweiten Pulk Kosaken hatteer als Rückhalt hinter St. Croix gelassen. Schon trat der Oberst mitsiebzig gefangenen Feinden einen geordneten Rückzug an, als der eben-erwähnte Rückhalt an dem Gefechte gleichfalls Theil zu nehmen sich berufenglaubte, wahrscheinlich gegen die zwei Dragoncrschwadroncn, welche Milhaudzur Umgehung von St. Croix entsendet hatte, während die BrigadeMontclcgicr in der Fronte vorrückte. Verwirrung riß zuerst unter denKosakenpulks ein, welche, nachdem ihr Anführer, der Oberst Elmorzin*),gefallen war, zum größten Theile vom Schlachtfelds flohen. Die wenigenschwachen Schwadronen, welche dem Obersten Schciblcr blieben, konntenden Angriff von drei französischen Dragonerrcgimcntcrn**) nicht bcmcistern,und es mußte dieser tapfere Anführer, aus mehreren Wunden blutend, mitseinen gelichteten Schaarcn in eiligem Einreiten Rettung suchen, worauf er,ohne weiter verfolgt zu werden, bei Maienheim Stellung nahm***).
Das, der fünften Armeeabthcilung des Haupthccrcs beigegcbcne, öster-reichische Corps unter dem General der Cavallerie Baron Frimont waram 24. December über den Rhein gegangen, und nahm hierauf cinePolchcStellung, daß dadurch die Belagerung von Hüningcn gegen jeden Versuch,der von Colmar her gemacht werden konnte, gedeckt wurde. Frimontselbst hatte sein Hauptquartier in Rixhcim, wo seine Reserve lagerte; dieDivision des Grafen Anton Hardegg stand bei Ensishcim, und hatteihren Vortrab bis Maienhcim vorgeschoben, von wo der Oberst ScheiblcrBefehl erhalten hatte, sich mit seiner Strcifschaar nach Hcffenheim undHirschfeldcn zu ziehen; ein Theil der Division des FcldmarfchalllicutenantsBaron Splcny war bei Baltershcim und Battcnheim zur Unterstützungder Division Hardegg aufgestellt, während ein anderer Theil, drei Batailloneund drei Schwadronen unter dem Generalmajor Volkmann, Mühlhauscnund von da aus Cernay und Wittclshcim besetzt hielt. Es bildete sonach
*) Von den doniftbcn Leibgardekosaken.
**) Dem zweiten, sechsten und elften.
***) Völdernborff giebt den Verlust des Obersten Scheiblcr an Todten und Ver-wundeten zu neun Offizieren und 62 Mann an; der Bericht Milhauds im Moniteurvom 27. December dagegen sagt, 300 feindliche Leichen hatten das Schlachtfeld gedeckt,und die Brigade Montelegier habe 130 Pferde und 240 Mann, darunter 60 Kosaken,erbeutet und gefangen gemacht. Da Milhaud indessen dem Obersten Scheiblcr2000 Pferde giebt, während derselbe kaum 1000 hatte, wird wohl auch die Zahlder Todten und Gefangenen einen Abzug erleiden dürfen.