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Zweiten Theiles Erster Band.
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aus dem Walde. Das zweite Jägerregiment zu Pferde setzte der, ausdem Walde zurückziehenden, französischen Infanterie nach, erreichte sie zwarund nahm ihr Gefangene ab, mußte aber von der weiteren Verfolgungabstehen, weil der Feind das Dorf La Gibcrie sehr stark besetzt hatte.

Nur mit unsäglicher Mühe konnte die übrige Reiterei und das leichteGeschütz*) des Vorkrabcs auf dein Waldwege, welchen österreichische Pion-niere herzustellen bemüht waren, vorrücken. Die Hanptstärke des viertenArmcecorps folgte allmälig dem Vortrabe, bei dem sich der Kronprinzin Person befand und, so wie eine hinreichende Trnppenzahl den Engpaßdes Waldes hinter sich hatte, dem General Stockmayer auch den Angriffauf La Gibcrie befahl.

Der Besitz dieses Dorfes war von großer Wichtigkeit, denn die Stellungdes Feindes in und bei demselben bildete einen ausspringenden Winkel,unterbrach daher, falls sie nicht erobert wurde, die Verbindung zwischendem vorrückenden Centrum und dem äußersten rechten Flügel der Ver-bündeten. Wurde dagegen La Giberie, das auf der Fortsetzung der Hochebenevon Morvillicrs liegt, erobert, so war nicht nur für das vierte Corps derEngweg von Eclance gesichert, sondern es war auch das Vorrücken derbenachbarten Armcecorps erleichtert, und zugleich der Zusammenhang zwischendein französischen Centrum und dem linken Flügel gestört.

Trotz der Vortheile, welche der Feind sowohl durch die örtliche Lageals durch überlegene Artillerie hatte, wurde ihm La Gibcrie von demtapferen Fußvolks des würtcmbcrgschcn Vortrabcs entrissen. Aber der Mar-schall Victor, die Wichtigkeit dieses Postens, dessen Verlust ihn zu einersehr nachthciligcn Veränderung seiner Ausstellung zwingen mußte, vollkommenfühlend, rückte sogleich mit einer starken Colonne Infanterie und mehrerenBattcriccn heran, und drängte die Würtemberger, welche La Giberie besetzthatten, bis über die Hälfte dieses Dorfes zurück. Der Kronprinz ließden General Stockmayer durch das zweite Infanterieregiment unter demGeneralmajor Dbring, durch das zweite Bataillon des zehnten leichtenInfanterieregimentes und durch eine reitende Batterie verstärken, und befahl,abermals vorzudringen. Es entstand nun im Dorfe selbst ein langwieriger,hartnäckiger und mörderischer Kampf, wobei der Kronprinz, sich persönlichder größten Gefahr aussetzend, die Truppen durch sein Beispiel anfeuerte.Der Feind brachte sein zahlreiches Geschütz näher und feuerte heftig mitKartätschen. Nur jene einzige reitende Batterie konnte antworten, denndie übrige Artillerie war der grundlosen Wege halber noch immer nichteingetroffen. Jetzt setzte der Kronprinz auch das siebente Infanterie-regiment in Bewegung, welches rechts und links des Dorfes im Sturm-schritte zum Bajonettangriffe vorging, und im Vereine mit den erneuerten

*) Das schwere Geschütz, eine Batterie Zwölfpfündcr, hatte der Kronprinz zuBar-sur-Aube gelassen, weil sie auf dem, durch das Lhauwetter sehr erweichtenBoden den Bewegungen des Armcecorps unmöglich hatte folgen können. Würtem-bergschcS Werk, II. Heft, S. 5, Spalte 2. C. v. W. sagt, S. 149: „Die Colonnedes Kronprinzen von Würtcmberg blieb nach der Disposition auf den waldigen,durchschnittenen Höhen, über welche nur Holzwege führen, und welche so schwer zupassiven waren, daß der Kronprinz nur Eine Batterie durchgebracht hatte,"