Theil der Besatzung am Collegiathause kämpfte, so gelang es diesen beidenColonncn, ohne große Schwierigkeit sich einen Weg über die Verschallezungcn der beiden Thore zu bahnen und ihre Verrammelung aufzuräumen.
General Alix, welcher besorgen mußte, bei längerer Vertheidigung vonder Nonnebrücke abgeschnitten zu werden, zog sich mit der Besatzung, vondem vierten Infanterie- und neunten Fußjägerregiinente lebhaft verfolgt,über die Nonne zurück. Das letztere Regiment setzte sich sogleich an demrechten Ufer der Nonne unweit der Brücke fest, und unterhielt aus zweiKanonen und aus dem Klcingcwehre bis tief in die Nacht ein lebhaftesFeuer gegen den Feind, welcher die Insel und Vorstadt St. Mauricebesetzt hielt. Ueber die Brücke vorzudringen wehrten die Gcgenanstaltendes Feindes, aber noch mehr die von den Einwohnern erlangte Kunde,dieselbe sei unterminirt*). General Alir zog sich in der Nacht auf Pont,sur-Nvnne zurück, wo er die Brigaden Montbrun und Ducoittlosquct ansich Zog, und diese Stadt als einen Vordcrpostcn besetzt hielt.
Der Verlust des Feindes betrug außer dem Obersten Allemand 40bis 50 Todte, die meist mit dem Bajonnctte niedergemacht worden waren,und 50 Gefangene, darunter fünf Offiziere. Die Würtembcrgcr verloren34 Mann an Todten und 164 an Verwundeten, unter letzteren sechsOffiziere**).
Einnahme von Nogcnt.
An, 1!. Februar.
Der Marschall Victor, welcher in der Nacht vorn' 10. zum II. überdie Seine gegangen war, hatte seine Truppen am Walde von Sordun,auf der Straße von Nogent nach Provins, bei Melz, Mcriot undPlessis-Mcriot aufgestellt. In Nogent stand General Bourmont mit1200 Mann***); er ließ, da die Vcrschanzungcn, welche Napoleon angc,ordnet hatte, nicht vollendet waren, die Häuser mit Schießscharten versehen,alle in die, nach der Brücke führenden Hauptstraße einmündenden Gassenverrammeln, und ein Lusthaus, das Belvcdcre, vorwärts der Vorstadt vonTroycs, in einen Außenpostcn verwandeln, den etwa hundert Mannvertheidigten -f).
Am ii. rückte General Pahlcn mit seinem Fußvolke und Geschützgegen Nogcnt, seine Reiterei blieb in Reserve. Er wurde mit einem so
*) „Die Brücke war, wie eS sich in der Folge zeigte, wirklich mit einer Mineversehen, diese aber so schlecht angelegt, daß nur das Pflaster über ihr ein weniggehoben wurde, als der Feind sie sprengen ließ." Würtembergisches Werk, II. 7.Spalte 3.
Würtembergisches Werk, il,i<l> lioel, , I. 288. Dagegen sagt Iloclr. 1. 286:
,,1>es Wurtembergoois out sccuse une xert« äe 180 bommes, et il seruit ckiüleil«äe croire «jll'eile u'uit ete plus körte, car ceUe äes Iran^sis i'olev» s 300»insigre 1'svsntage 3o coinbattre » eouvert tvute I» ^ournee. "
Den Stämmen (euckrcs) des 11. und 29. leichten und des IS. Linien-regimentes, sagt Ilocl», I. p. 290. ,
ch) „Nogent liegt auf dem linken Ufer der Seine, über deren beide Arme einesteinerne Brücke führt; auf der Insel, welche diese beiden Arme bilden, und aufder rechten Seite liegen nur wenige Häuser. " Plotho, 11l. 147