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Zweiten Theiles Erster Band.
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fortwährend strategisch bedrohte, daß endlich beträchtliche Verstärkungen, die erin der Richtung von der Hauptstadt erwartete, ihn, wenn er über Sezannevorgerückt wäre, vielleicht nicht getroffen hätten. Indessen war die fran-zösische Armee doch im Zuge des Glückes begriffen, der Uebcrgang beiMonterean befand stch in ihrer Gewalt, und es schien thunlich, die nochimmer nicht vereinten Corps des Haupthecrcs einzeln zu schlagen. DieseBesorgniß bewog den Fürsten Schwarzenberg, die Armee rückwärtszwischen Troycs und Mery-sur-Seine zu vereinigen, und den FcldmarschallBlücher zu ersuchen, von Chalons-sur-Marne, wo er in überraschendkurzer Zeit alle seine Corps gesammelt hatte, auf Arcis-sur-Aube undMcry zu marschircn *). So wurde gerade das, was Napoleon umjeden Preis hätte zu hindern trachten sollen, die abermalige Vereinigungdes Haupthecrcs mit der schlesischcn Armee, durch sein Vorrücken gegenden linken Flügel jenes herbeigeführt. Es dürfte schwer zu behaupten sein,daß es durchaus nicht räthlich gewesen sei, eine Angriffsbewcgung gegendie Armee Napoleons zu versuchen: jedenfalls aber war der Entschluß,welchen der Fürst Schwarzenbcrg faßte, derjenige, bei welchem dassichere Erreichen des großen Zweckes des ganzen Feldzugcs am Wenigstenauf das Spiel gesetzt wurde.

In Folge der, in Gemäßheit dieses Beschlusses erlassenen Befehle**)

*) Schon am 16. hatte Kaiser Alexander, nach Michailofsky-Danilefsky, I.S. 132, an Blücher geschrieben, wie folgt: „Ich wünsche, daß Sie sich so schnellals möglich mit uns über Sczanne vereinigen. Was die Corps von Sacken undKork anbetrifft, so muß denselben die Weisung ertheilt werden, auf das linkeMarneufer herübcrzugchcn, bei Etagcs oder Vcrtus den Chalonsschen Weg zu er-reichen, und mit Ihnen in enger'Verbindung zu bleiben, woher es am Vortheil-haftestcn erscheint, daß dieselben bei Chalons oder Epernay ihren Uebergang bewerk-stelligen u. s. w. u. s. w." Am 16. war bereits das ganze schlcsische Kriegsheerin Chalons vereinigt, und schon am 18. gedachte Blücher wieder zu neuen Angriffs-bewcgungen gegen die Marschällc Marmont und Morticr aufzubrechen. Am 19.erhielt er die im Texte erwähnte Aufforderung des Fürsten Schwarzenberg. Aberes muß zugleich auch jener Befehl des Kaisers Alexander bei Blücher angelangt sein,wenigstens berichtet Michailofsky-Danilefsky, l. 150: „Indem Blücher aus Chalonsrückte, sendete er folgenden Bericht an den Kaiser (Alexander) ab: „„GeneralWlodeck hat mir den Befehl Eurer Majestät eingehändigt. Ich habe schon die Armeenach der hieb« folgenden Disposition in Bewegung gesetzt, und schätze mich glücklich,Ihren Willen ganz erfüllt zu haben. Am 29. Februar komme ich mit 5I,000jMannin Sezanne an, und werde dort die weiteren Befehle Eurer Majestät erwarten.General Winzingerode bleibt auf dem Wege nach Paris '); eine Uebersicht der Ver-stärkungen, welche zu ihm ausrücken, habe ich die Ehre Hiebei vorzustellen.""

**) Durch eine Disposition für den 18. und 19. Februar hatte Fürst Schwar-zenberg der Hauptarmee Beweg.ungen befohlen, von denen es in ihr-heißt (Plotho,III. 217, 218): „Die Absicht des Rückmarsches ist die Concentrirung der Armee."Als aber am 18. des Abends die Nachricht von dem Treffen und Rückzüge vonMontereau in Trainel anlangte, befahl er: „Daß nicht allein die Garden, sondernauch die russischen Grenadiere und Cürassierc -sofort nach Empfang dieses auf denStraßen von Nogent und Trainel aufbrechen, und dergestalt nach Troyes inarschirensollten, daß sie am 20» Februar bei guter Zeit diesseits Troyes bei Malmaison ein-treffen, und daselbst vereinigt militairisch aufgestellt, die weiteren Befehle erwartensollten.

„Weil der Kronprinz von Würtembcrg sich noch diese Nacht (vom 18. zum 19.)injt dem General Grafen Wrede in Brav vereinigen werde, und bis Morgen Abend

1) Vergleiche S. 284 dieses Theiles.