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Zweiten Theiles Erster Band.
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dos 22. bis nach St. Parre, und bloß die zweite Cürasslerdivision desGenerals Kretoff blieb noch bei dem fünften Armcecorps des GrafenWrcde zurück.

Der Rückzug wurde beschlossen, und bitterer Tadel erhob sich gegenden Fürsten Schwarzenberg, weil er, der, vereint mit Blücher,120,00a Mann*) stark war, dem Kaiser Napoleon, dessen Armee nichtviel über 60,000 Mann**) zählte, vor Troycs keine Schlacht lieferte. Eswird am Besten sein, hierüber den Feind selbst urtheilen zu lassen. „DieErwartung eines großen Schlages", berichtet ein französischer Beschicht«schreibet, welchem Mittheilungen der meisten Marschällc und Generale, dieim Feldzuge des Jahres 1814 befehligten, zu Gebote standen, und welcherseltener als irgend ein anderer Schriftsteller seiner Nation von der Richt«schnür strenger Unparteilichkeit und Wahrhaftigkeit abweicht***), „beschäftigtealle Gemüther. Der Kaiser, welcher seine ganze Hoffnung in eine Schlachtsetzte, wünschte sich Glück, daß der Fürst Schwarzcnbcrg den Entschlußgefaßt habe, sie ihm zu liefern; denn der Ucbelstand, einen Fluß im Rückenzu haben, setzte die Ucbcrzahl der Verbündeten in das Gleichgewicht. Dazukam, daß sie durch die Reihe von Ungücksfällen, welche sie erlitten, unddurch die Uncntschlosscnheit des Generalissimus ff), bis auf einen gewissenGrad dcmoralisirt waren. Dagegen hatten die Franzosen seit Eröffnungdes Fcldzugcs niemals mehr Feuereifer gezeigt, als eben jetzt, und fürNapoleon, der eine eben so große Uebung, aus kriegerischem EnthusiasmusNutzen zu ziehen, als Geschicklichkeit besaß, ihn zu erzeugen, war derselbedes Sieges zuverlässiger Bürge. Die Stellung der, zwischen die Aube undSeine eingeklemmten, schlesischen Armee in seiner linken Flanke verursachteihm nicht die geringste Besorgniß. Sie bedurfte, um mit Gewalt eineBrücke über den letzteren Strom zu schlagen, mindestens vierundzwanzigStunden. Binnen dieser Frist wäre die große Frage entschieden gewesen,und nichts würde den Kaiser gehindert haben, gegen den FeldmarschallBlücher zu eilen, und dem Namen der Stadt Troyes durch einen doppelten,unter ihren Mauern über das gegen ihn verbündete Europa erfochtenenSieg unvergängliche Berühmtheit zu geben."

„Die Klugheit des Generalissimus ffff) vereitelte dieHoffnung Napoleons und seiner Armeeffffff)!"

*) Nach der Berechnung C. v. W.'s, S. 183.

**) Nach dem XII. Tableau zu kack'» Memoiren betrug die Stärke der fran-zösischen Armee, als sie am 23. vor Troyes anlangte, 60,000 Mann- Leider fehltin dem mir vorliegenden Exemplar von Kochs Werke dieses Tableau, so daß ich dieSpecialitäten nicht zu summiren vermag.

*—) Kod., I. x. 335 , 336.

Ich) Es kann nicht geläugnet werden, daß der Fürst Schwarzcnbcrg der Uncnt-schloffenheit geziehen wurde, und daß dies eine nachthcilige Stimmung in der Armee,wenigstens soweit sie aus fremden Bestandtheilen zusammengesetzt war, hervorgebrachthabe. Gewiß ist aber auch, daß bei Weitem mehr Entschlossenheit dazu gehörte, beiTroycS die Schlacht, zu der Alles aufforderte, aus Gründen für das Wohl desGanzen zu vermeiden, als sie zu liefern, und daß der Feind dem Fürsten bessereGerechtigkeit widerfahren ließ als der Freund.

chch) So nennt I1«eb stets den Feldmarschall Schwarzcnbcrg, der weit entferntwar, die unumschränkte Macht eines Generalissimus zu besitzen,chchch) Worte liock», 1. x. 337. „Es war dem Fürsten", sagt Prokesch, S. 256, „auf