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Am 23. denn erfolgte der Rückzug des Hauptheercs nach der An-ordnung des Fürsten Schwarzenberg, welche im Wesentlichen Folgendesbefahl. Die russischen Garden und Reserven setzen sich am 23. um vierUhr des Nachmittags in Marsch, und stellen sich hinter Vendocuvres auf;am folgenden Tage um vier Uhr früh rnarschiren sie auf Bar.-sur,Aube.i Fcldmarschall Blücher läßt eine starke Arriercgarde in Mcry und marschirtnach eigenem Ermessen. Das vierte Corps folgt den russischen Garden undReserven, und stellt sich vorwärts Vendocuvres auf; eine russische Cürassicr-division bleibt bei Vendocuvres und ist an die Befehle des Kronprinzenvon Würtembcrg gewiesen*). Das sechste Armeecorps läßt eine'starkeArriercgarde bei Villaccrf, und marschirt mit Einbruch der Dunkelheit nach. Pincy, von da aber am 24. nach Dienville, während es ein Streifcommando> gegen Lcsmont an der Aube sendet. Das dritte Armeekorps bricht am 23.i um neun Uhr des Abends auf und marschirt nach Bar-für, Seine, zerstörtdie Brücke bei Chappcs, und sorgt überhaupt, daß bis Bar-sur-Seinekeine Communication über diesen Fluß stehen bleibe; der Feldmarschall-licutcnant Fürst Moritz Liechtenstein folgt am 24. um vier Uhr frühi dem dritten Corps als Arriercgarde. Der Fcldmarschalllieutenant Graf! N ostitz bricht am 23. um acht Uhr des Abends auf, geht über die Brücken' von Vcrriercs und Clercy nach Bcndoeuvres, und vereinigt sich da mit demvierten Armeekorps. Das fünfte Armeecorps hält Troycs bis zum 24. um^ vier Uhr des Morgens besetzt, zieht sich dann langsam nach Vendocuvres,und stellt sich hinter dem vierten Corps auf; es trägt bei seinem Abmärschezugleich Sorge, daß die Schiffbrücken bei St. Sie, Moulin, Fouchy, Cu-loison und St. Hubert zur rechten Zeit abgebrochen und zurückgebrachtwerden; die, dem fünften Armeekorps zugetheilte, russische Cürassicrdivision **)bleibt, sobald sich dasselbe zurückgezogen hat, beim vierten Corps***).
Diese Anordnungen wurden im Allgemeinen vollzogen, ohne daß der Feindetwas Ernstliches unternahm. General Wrede hatte schon in der Nacht vom22. zum 23. den Rückzug nach Troyes fortgesetzt, und sein Corps zwischenSt- Maur und St. Parre aufgestellt. Die österreichischen RegimenterSzccklcr Husaren und Kncscvich Dragoner blieben am linken Scineufer
dem Platze, wo er jetzt stand (— bei Lroycs, am linken Seineufer —), eine Schlachtzu geben. Einen Fluß im Rücken; den Kaiser mit 60,000 Mann, die im Zuge desGlückes waren, vor sich; von Blücher durch die Seine getrennt, und zwar, daßdieser, wenn er auch den Uebergang erzwingen würde, dennoch kaum vor Verlaufvon vierundzwanzig Stunden das Haupthcer unterstützen konnte; außerdem desrichtigen Zusammengreifens der Streitkrafte in dem damaligenAugenblicke, weniger als seither gewiß; — wie hatte er eS verantwortenkönnen, jetzt den Glückswurf der Schlacht zu thun?.... Ein Unternehmen gegenden, durch vortheilhafte Gefechte aufgereizten Feind, der für sein Alles ficht, derrings das Volk für sich bewaffnet, der eine Hauptstadt hinter sich hat, die ihm alleHülfsmittel zuschickt: wozu nur die unbedingte Nothwendigkeit berechtigt habenwürde."
*) Das vierte CorpS hatte ferner Auftrag, die Brucken bei Verrieres und Clereydurch stark- Commandos besetzt zu halten, bis >die Cürassicre des Fcldmarschall-lieutcnants Nostitz über dieselben gegangen waren, und die Brücken hierauf abzubrechen.
**) Kretoff. ^ „
—*) Siehe die Disposition des Fürsten Schwarzenberg aus Troyes vom 23. Fe-bruar in Plotho, IU. 226, 227. Sie scheint da nicht vollständig zu fern.ll. 23