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umzingelt, schlugen wir uns durch sie hindurch, und zogen den Wald ent-lang zum Dorfe Pont.-»,Binsen, indem wir alle Fahnen*), und mit ihnenauch die Ehre behielten."
Nicht nur die Ehre behielten die Nüssen, welche bei Champaubertkämpften, sondern unsterblichen Ruhm hat sich die schwache Schaar erwor-ben die ohne alle Reiterei gegen vierfache Uebcrmacht, vom Kaiser Napo-leon in Person geleitet, von neun Uhr des Morgens bis in die sinkendeNacht uncrschüttcrt Stand gehalten hat und nur dem Geschicke erlegen ist.Schmerzlich war indessen ihr Verlust. Er betrug 2000 Mann an Todtenund Gefangenen nebst 9 Geschützen; der Ucbcrrcst rettete sich während derNacht zu dem Corps des Generals Kapzewitsch**). Gefangen wurdeaußer den Generalen Olsufieff und Poltaratzky auch der ArtillcrieobcrstSasiädkoff. Die Franzosen gestehen einen Verlust von 600 Mann anTodten und Verwundeten, unter welchen letzteren sich der DivisionsgcncralLag ränge befand.
Die Ursache des Unglückes bei Champaubert liegt einerseits darin, daßOlsufieff, welchem aufgetragen war, diesen Punct zu behaupten, ihnnicht aufgab, um rückwärts beim Walde von Etogcs eine Stellung zu be-ziehen, in welcher er sich bis zum Abend hätte vertheidigen, und in derNacht den Rückzug antreten mögen***). Andererseits aber kann nicht
*) Zn der That meldet der französische Bericht im Moniteur vom 16. Februar1814, der so sorgfältig alle in diesem denkwürdigen Kampfe errungenen Trophäenübertreibend aufzählt, nicht, daß auch nur eine einzige Fahne erobert worden sei.
**) Michailofsky-DanilefSky, I. 98, der als russischer Gcnerallieutcnant und Se-nator den Verlust aus amtlichen Quellen kennt. C. v. W., S. 165, giebt denVerlust gleichfalls zu 9 Kanonen, aber nur zu 1509 Mann an. Plotho, 111- 176,sagt, ich weiß nicht nach welcher Quelle: „Mehr als 3000 Russen waren todt, ver-wundet, oder gefangen, 15 Stück Kanonen, nebst 17 Munitionswagen, und alleBagage sielen dem Feinde in die Hände." Kode, 1.237, sagt: „Viogst-»» l-oudeess teu et leurs Caissons, I« general cn deck Olsuklesv, 3eux autrcs genersln , 47«Meiers ct 1337 z>riso«niers knrent Ics trvpliees 3e eette zournee. pres 3c 1200Iioinines resterent snr Ic d>»n>z> 3e Iiat-iille; Ics ctan^s 3u Oesert en engst« utirentz»lns 3c 200, et n zeeine 1500 parvinrent n s'eeliapper a I» ksreur 3c I» nnit, et» gi»ll»er lo leaäcma!» kere - Obnmgenoise par Pont- L- Zinsen." Der Moniteurvom 16. Februar endlich läßt sich so vernehmen: „Artillerie, inlnnterie, enrslerie,tont s'euknit pele-mele 3ans 1e bais; 2000 Iioinnies se no^erent 3ans 1eI»e>). prente pieees 3e e»no» et 200 voitnre» kurent zrrises. I.e xeneral cndeck, le» generaux, zilus 3e 100 okkieier» et 4000 lioinines knrent kaitszcrisonniers. I.C eorp» 3e 3eux 3ivisions et 12 reginiens 3evnit ziresenter nnekoree 3e 18,000 lroinnies; m»i» les inalaclies, les longues inardies, les eoiuliatslsvaient re3uit » 8000 Ironiines; 1500 n ^eine sout xsrrenus s »'edrapper äIn kaveur 3es l>»!s et 3e 1'obscnrite."
***) C. v- W. giebt, S- 165, hierüber folgenden Aufschluß: „Der General Olsufieffhatte nicht die zweckmäßigste Position zu seiner Vertheidigung genommen, allein zuseiner Rechtfertigung ist es nöthig, Folgendes anzuführen. Bei der Affaire vonBricnne war, wie oben erwähnt, ein Ausgang der Stadt nicht besetzt worden, undder Feind drang ein- Der General von Sacken wäre dadurch beinahe gefangenworden, und man machte deßhalb dem General Olsufieff Vorwürfe, ja der Feldmar-schall Blücher mußte, um die Sache abzuthun, eine Rechtfertigung von dem GeneralOlsufieff wegen der Affaire von Bricnne fordern. Dies hatte die Folge, daß derGeneral wegen seiner Verantwortlichkeit besorgt wurde, und als am 10. mehrere
1) Wie bei Austerlitz, wo in den Teichen, als der Besser Fürst Kaunitz sie im Frühlinge abließ, nursehr wenige Leichen. wahrend Napoleon von Tausenden sprach. gefunden wurden.