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Sonach halle am 19. März des Abends, während der FcldmarschallFürst Schwarzenberg den entscheidenden Entschluß faßte, die Hauptarmcein der Stellung von Arcis-sur-Aube zu sammeln und die Schlacht anzu-nehmen* **) ), das schlesische Kriegsherr gleichfalls eine Angriffsstellung gegenden Feind inner der linke Flügel zu Rheims, das Centrum an der Vesle vorFisinrs, der rechte Flügel vor Soifsons, die große Resewe ") zu Pontavaireund Berry,au,Bac an der Aisne.
Das Kosakencorps Tettenborns *").
Nachdem General Tettenborn durch seinen, am 27. Februar aus-geführten, kühnen Entschluß, gerade über La,Fers-Chainpcnoise vorzurücken,bis er auf den Feind stoßen würde, den Fcldmarschällen Schwarzenbergund Blücher den wichtigen Dienst geleistet hatte, daß sie durch ihnNapoleons Zug von der Aube nach der Marne mit Gewißheit erfuhren,folgte er den Bewegungen des französischen Kaisers in der Flanke, schickteAbtheilungen vor, hinter ihm, und bemühte sich so, ununterbrochen inKenntniß der Marschrichtung der feindlichen Hauptmacht zu bleiben. DerHaupltrupp Tettenborns ging über Dertus, Champaubcrt nach Mont,mirailff), die Streifpartcien schlugen die Richtung nach Revcillon, La«Fcrto-Gaucher und Rcbais ein. Durch ihre Meldung wurde es außerallen Zweifel gesetzt, daß der Kaiser Napoleon die Richtung auf La<Fcrte-sous-Iouarre genommen habe, um daselbst über die Marne zu gehen.Sogleich beschloß Tettenborn, ihm auch nach dem jenseitigen Ufer zufolgen, und marschirte am Abend des 2 . März von Montmirail nachChateau-Thierry, wohin er bereits den Major Droste mit einem Kosaken,regimcnte vorausgeschickt hatte. Leider war von den Preußen bereits dieBrücke zerstört worden, und nun ging das Kosakencorps weiter aufwärts,bei Dormans, mittels Kähnen über die Marne, was den ganzen r. März
*) Siehe S. 537 dieses Theiles.
**) Längeren und Sacken.
"*) Vergleiche S. 284 und 537 dieses Theiles.
-j-) „Auf dem Wege nach Montmirail (am I. März) hatte der General Tetten-born einen Courier aufgefangen, der von Paris nach Troyes gegangen, und weiler den französischen Kaiser dort nicht mehr gefunden hatte, umgekehrt und ihm gegendie Marne hin nachgeeilt war. Seine Briefschaften und sonstigen Papiere wareneben so merkwürdig als zahlreich. Alle laufenden Dienstgeschäfte, sowohl des Kriegs-ministers als die des Ministers des Inneren, Listen von Truppen und National-garden. Berichte über die Fortschritte Lord Wellingtons im südwestlichen Frankreich,über die schlechten Erfolge der Bewaffnungsanstalten und vieles Andere, das zurEnthüllung des wahren Zustandes der Sachen Napoleons beitrug, befand sich inunseren Händen. Das Merkwürdigste waren jedoch Auszüge der, auf der Post zuParis geöffneten Briefe; von den Schwestern Napoleons an bis zu den geringstenBeamten und Krämern mußte Jedermann dieser geheimen Untersuchung anheim-fallen, Lobreden und Schmähungen, Klagen und Hoffnungen gelangten auf dies«Weise reichlich an den französischen Kaiser, dem jeder Courier eine Anzahl Personenzum Opfer früherer oder späterer Rache darbot. Aus einem Schreiben der KöniginHortenfia sah man, daß Napoleon selbst einen Augenblick Alles für verloren gehalten,nämlich nach der Schlacht bei Brienne, bald darauf aber neue Hoffnung gefaßt,und nach der Zurücktreibung des schlesischen Heeres seine alte Zuversicht wieder-gefunden und das Volk wieder mächtig aufgereizt habe." Lettenborns Kriegszügevon Varnhagen von Ense, S. 451, 152.