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keine Anzeigen des Marsches des Feindes entdeckt hatten, an sich, verließPort,»»Binsen und inarschirte am 14. nach Epcrnay. Hier erhielt ereine willkommene Verstärkung in dem preußischen Major Falkcnhausenmit zwei Schwadronen schlcsischcc Landwehr, welche von dem FeldmarschallBlücher zur Unterhaltung der Verbindung mit dem Haupthccrc abgesandtoder zurückgelassen worden waren. Die von Rheims versprengten Flüchtlingesagten einstimmig aus, daß eine große Macht daselbst eingetroffen sei undihr Vorrücken auf den Straßen von Chalons und Epcrnay fortsetze.Tettenborn machte sich daher auf einen nahe bevorstehenden Angriff gefaßt.
In der That hatte Napoleon am 14. den Generalen Vincentund Colbcrt befohlen, sie sollten, jener von Chateau »Thierry, dieser vonRheims her, auf Epcrnay rücken und sich dieses Marneübergangspunctcsbemächtigen *).
Gefecht von Epcrnay.
Am 1S. März.
Schon am Vormittage zeigten sich französische Truppen auf der Höhedes Rheimser Waldes, und marschirtcn in das Thal herab gegen die Marne.Die Kosakcnvorposten wurden zurückgedrängt, und eine feindliche Colonnc vonetwa 300 Mann Fußvolk und drei Schwadronen näherten sich der Brückevon Epcrnay. Da ließ Tettenborn durch zwei Kosakcnpulks den Feindanfallen, was mit solchem Ungestüme geschah, daß die Reiterei entfloh, jedocheingeholt und meist niedergehauen wurde, das abgeschnittene Fußvolk aberdas Gewehr streckte. Inzwischen flog die, zum Sprengen eingerichtete,steinerne Marnebrücke, weil durch irgend einen unbekannten Zufall dieMine sich entzündete, auf. Alsbald ließ Tettenborn auf der Wiese vorEpcrnay zwei Kanonen auffahren, um die zurückkehrenden Kosaken, fallsnun sie verfolgt würden, aufzunehmen, und zugleich ließ er den, der Längenach stehen gebliebenen, einen Rand der Brücke wieder für einzelne Reitergangbar machen. Glücklich gelangten die Kosaken mit Beute und Gefangenennach dem linken Marncufer zurück. Bald darauf marschirlen frische feindlicheTruppen von der Waldhöhe herab, in großer Anzahl, dichtgedrängt, so daßTettenborp nicht mehr zweifeln konnte, es sei ernstlich darauf abgesehen,den Marneübcrgang bei Epcrnay zu erzwingen. Dennoch beschloß er, denselbenso lange als möglich streitig zu machen, und that dies auch mit seinenbeiden Kanonen, bis der Feind Uebermacht an Geschütz entwickelte. Dannzog er sich am Abend ohne Verlust und unverfolgt zurück, da der Feinddie Brücke nicht sogleich für Reiterei gangbar machen konnte. Tettenbornschickte noch in der Nacht eine Partei nach Chalons, um über den dortigenZustand der Dinge Nachricht einzuziehen, und zog mit seinem Haupttruppvon der Marne nach Delye, am Flüßchcn Somme» Soudö, wo er sich ingleicher Entfernung zwischen Epernay und Chalons befand, und im Noth-falle das befestigte Vitry erreichen konnte**).
») Itucl.. I. 443.
**) WaS dir Berichte betrifft, welche Lettenborn am 1ö. aus Epcrnay und