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Zweiten Theiles Zweiter Band.
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zu können*). Der österreichische Minister ließ sich in seiner Antwort ausFrciburg im Breisgau von» 8. Januar auf die Erörterung des von Cau«laincourl beregten Punctes, daß die Zustimmung Napoleons zu denvon den Verbündeten vorgeschlagenen Grundlage» sie rechtskräftig binde,nicht ein; sondern gab als Ursache seiner verzögerten weiteren Mittheilungden Geschäftsgang an, den die verbündeten Mächte unter sich beobachtenmüßten; bekräftigte, daß die drei Monarchen für nothwendig erachtet hätten,das Schreiben des französischen Ministers vom 2 . December zur Kenntnißihrer Verbündeten zu bringen; stellte in Abrede, daß Lord Ab er been dieGrundlagen vorgeschlagen und mit Vollmacht zum Unterhandeln versehensei; versprach endlich, sich aus die baldige Ankunft des brittischcn Ministersder auswärtigen Angelegenheiten, Lord Castlereagh, und die augcnblick«lichc Abwesenheit des Kaisers Alexander berufend, so schnell als möglichAntwort auf den Wunsch Caulaincourts, sich in das Hauptquartierder verbündeten Souvcraine zu verfügen**). Die verlangten Pässe waren

*) Das Schreiben Caulaincourts lautete: „Den Brief vom 10. December, denEure Excellenz an mich zu richten mir die Ehre erwiesen, habe ich erhalten. DerKaiser will kein Urtheil über die Beweggründe fällen, weßwcgen seine volle undgänzliche Zustimmung zu den Grundlagen, die Eure Excellenz in Gemeinschaft mitden Ministern von Rußland und England, und mit der Beistimmung Preußens,vorgeschlagen haben, vor Eröffnung des CongrcsseS erst den Verbündeten vorgelegtwerde» müsse. Es ist schwer zu glauben, daß Lord Aberdccn Vollmacht hatte, Grund-lagen vorzuschlagen, und nicht auch zu unterhandeln. Seine Majestät will denVerbündeten nicht die Beleidigung zufügen und glauben, daß sie unentschlossen ge-wesen seien und noch berathschlagen. Dieselben wissen zu gut, daß jedes bedingteAnerbieten zur unbedingten Verpflichtung für denjenigen, der es gemacht hat, wird,sobald die in jenem ausgesprochene Bedingung erfüllt ist. Jedenfalls durften wirerwarte», am 6. Januar die Antwort zu haben, auf welche uns Eure Excellenz am10. December Aussicht machten. Eurer Excellenz Schreiben und die wiederholtenErklärungen der verbündeten Mächte, lassen uns keine Schwierigkeiten voraussehen,und die Berichte des Herrn von Lalleyrand') nach seiner Rückkehr aus der Schweizbestätigen, daß ihre Gesinnungen fortwährend dieselben sind. — Woher also dieZögerung? Der Kaiser, dem nichts mehr als schnelle Wiederherstellung des allge-meinen Friedens am Herzen liegt, glaubt, keinen stärkeren Beweis der Aufrichtigkeitseiner Gesinnungen in der Beziehung geben zu können, als indem er seinen Ministerder auswärtigen Angelegenheiten mit allen Vollmachten an die verbündeten Sou-veraine sendet. Ich beeile mich daher, mein Fürst, Ihnen kund zu thun, daß ichauf unseren Vorposten die erforderlichen Pässe erwarte, um durch jene der verbün-deten Heer gelangen und mich zu Eurer Excellenz verfügen zu können."

**) Das Schreiben dcS Fürsten Metternich an Caulincourt (Herzog von Vrccnza)aus Freiburg im Brcisgau vom 8. Januar 1814 lautete: „Herr Herzog! Ich habeheute das Schreiben erhalten, welches Eure Excellenz unter dem 6. dieses Monatsaus Luneville an mich zu richten mir die Ehre erwiesen haben. Die Verzögerungder Mittheilung, welche die französische Regierung in Folge meines Dienstschreibensvom 10. December erwartete, liegt an dem Geschäftsgänge, welchen die verbündetenMächte unter sich beobachten müssen (rösults sie I» lonrclie yue ckernient teoirentre eile« le« x>i>,»»iice« alliee«). Da die vertraulichen Erklärungen gegen denBaron von St. Aignan zu amtlichen Eröffnungen von Seiten Frankreichs geführthaben, so haben Ihre kaiserliche» königlichen Majestäten dafür gehalten, Laß dieAntwort Eurer Excellenz vom 2. December so beschaffen sei, Last sie zur Kenntnißihrer Verbündeten gebracht werden müsse. Die Annahme, der sich Eure Excellenzhingicbl, cS sei Lord Aberdecn, welcher die Grundlagen vorgeschlagen, und er wäre

1) Nicht dir §"rst kitsts Nauitnt.