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Zweiten Theiles Zweiter Band.
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österreichischen Monarchen, und zugleich in dessen Wunsche, dem Blutvr«gießen ein so schnelles Ende als möglich zu machen, liegen mußte. Diese-Schreiben, das in Caulaincourts Seele die letzte Hoffnung, hätte erja noch eine solche gehabt, auf bessere Bedingungen in Betreff der GrenzenFrankreichs zerstören mußte, lautete: „Sie haben bisher der Sache Frank,reichs, welche ganz gewiß unzertrennlich von jener Europas ist, so großeDienste geleistet, daß ich mir schmeichle, Sie das erhabene Werk baldkrönen zu sehen. Möge sich der Kaiser überzeugen, daß er nichts gethanhaben wird, wenn er nicht zum allgemeinen Frieden gelangt. Zwanzigunruhige Jahre würden auf zwanzig Unglücksjahrc folgen. Ich zweiflenicht, Herr Herzog, daß Sie täglich Gelegenheit haben, sich zu überzeugen,England greife die Sache ernstlich an; das gegenwärtige Ministerium iststark genug, den Frieden wollen zu können. Wenn derselbe nichtin diesem Momente geschlossen wird, wird sich keine Gelegenheit wiederdarbieten, in welcher es einem englischen Minister gestattet wäre, eine Unter,Handlung auch nur vorzuschlagen; der Triumph der Anhänger des Krieges gegenden französischen Kaiser bis zur Vertilgung würde gesichert, die Weltumgestürzt und Frankreich die Beute dieser Ereignisse werden. — Ich werdegegen Sie stets dieselbe Sprache führen; sie muß allen einsichtsvollen, dasEule ernstlich wollenden Männern verständlich sein. Wir haben nur EinenWunsch, den Frieden; aber dieser Friede ist unmöglich, wenn Sie nichtdenjenigen schließen, der Ihnen Ihre überseeischen Besitzungen wicdergicbt.Um zu diesem Frieden zu gelangen, muß man die Mittel wollen, und darfnicht vergessen, daß England allein über alle Compcnsationen, welchemöglich sind, verfügt, und daß es, indem es sich zu Gunsten Frankreichsund anderer unabhängigen Staaten fast der Gesammtheit seiner Eroberungenentäußert, selbst der Zulassung eines billigen Ersatzes begegnet, indem esverlangt, daß Frankreichs Ländcrbcsitz wieder auf eine Linie mit dem dergrößten Mächte des Festlandes gesetzt werde. Wenn der Kaiser in diesenGesichtspunct eingeht, wie er bereits ihn einmal zu dem sinnigen gemachthat, so wird Europa den Frieden haben; im entgegengesetzten Falle stehenihm zwanzig unruhvolle Jahre bevor*)."

Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß dieses Schreiben einen tiefenEindruck aufCaulaincourt hervorgebracht haben müsse, und daß er, wenner jetzt noch unbeschränkte Vollmacht besessen hätte, den Frieden abgeschlossenhaben möchte. Allein wenn er gleich das Schreiben Marcts vom 8.**)noch nicht hatte, besaß er doch das vom 2 . März***), worin Napoleonseinen festen Entschluß ausgedrückt hatte, von den sogenannten natürlichenGrenzen Frankreichs nicht abzugehen. Da er nun verpflichtet war, denWillen seines Gebieters, so weit die Natur der Unterhandlung es irgendzuließ, zu thun, war er, als am 10. die Frist ablief, nicht im Stande,

*) Da dieses Schreiben französischen Quellen entlehnt ist, kann nicht für alleAusdrücke gebürgt werden, und ist nur das völlig gewiß, waö in demselben gegenFrankreich zeugt.

**) Siehe S. 34 dieses Bandes.

***) Siehe S- 32 dieses Bandes,

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