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Die russische, baicrische und österreichische Cavallerie hielt das Feuermit Standhaftigkeit aus, und unternahm mehrere kleine Angriffe theilsselbst, theils schlug sie die von dem Feinde versuchten zurück. Um sechsUhr Abends wurde der Graf Anton Hardegg durch den Splitter einerplatzenden Granate am Kopfe verwundet, und es übernahm nun derGeneral Gcramb sein Cvmmando. Nach Ankunft der Reserven rücktenzwei russische Zwölfpfündcrbattcriecn unter dem Schutze der dritten Cürassier-division nach dem linken Flügel, um hier das Gleichgewicht des Artillerie-'kampfes herzustellen.
Inzwischen war, als schon der Abend angebrochen war, von denTruppen, welche General Lcfcbvre,Desnouettes von Paris herbei-führte, die Reiterei, 1500 Mann stark, in Arcis eingetroffen*), undhatte sich dem zweiten Treffen des rechten französischen Flügels angeschlossen.General Sebastiani bcnützte diese Verstärkung zu einem Angriffe auf dieverbündete Reiterei, als es schon neun Uhr des Abends war. KaissaroffsKosaken wurden im Augenblick zersprengt, und die französische Reitereiwendete sich gegen die russische Batterie auf dem linken Flügel des fünftenArmeekorps, und griff sowohl sie, als die, links von ihr zur Bedeckungaufgestellte, russische Grenadicrbrigade Sulima an. Der Befehlshaber der-selben, Oberst Timrodt, ließ mit schneller Entschlossenheit Vierecke bilden,und wies den ersten Angriff ab. Die feindliche Reiterei mehrte sich aberfortwährend, und die Gefahr ging hier erst vorüber, als die dritte russisch«Cürassierdivision unter Anführung des Fürsten Gallizin, und eineSchwadron preußischer Gardccavallerie unter dem Rittmeister Barnenherbeieilten, und die feindliche Reiterei zurückschlugen **).
Die Kosaken Kaissaroffs waren von dem siebenten baierifchenChevauxlegersregimcnte aufgenommen worden, welches unter dem Obrist-licutcnant Winkt er der französischen Reiterei entgegenging, abergleichfalls geworfen ward. Das siebente Regiment sammelte sich hinterdem vorrückenden zweiten"*), welches der Major Graf Lerchen feld führte,und unterstützte dieses in seinem Angriffe. Zu gleicher Zeit fielen dieSzeckler Husaren der feindlichen Reiterei in die Flanke, und so wurdesie durch gemeinsame Tapferkeit zum Weichen gezwungen. GeneralFrimont glaubte die bei ihr einreißcndc Verwirrung zu einem Angriffebenühcn zu können, und rückte deßhalb mit dem Regimente ErzherzogJoseph Husaren und der baierifchen Brigade Dietz-j-) auf der Straße
*) Das Fußvolk, 4500 Mann junge Garde unter dem General Henris», warwegen zu großer Ermüdung in Plancy geblieben.
**) Major Schels, in der vsterreich. Militairzcitschrift von 1838, IV. 39, 40.Aus der Darstellung desselben geht hervor, wie ernst dieses Nachtgefecht gewesen,welches Michailofsky - Danilefsky, II. 71, für wenig mehr als einen augenblicklichenAllarm auszugeben scheint.
"*) Bäurischem Chevaurlegersregimente.
ch) Die zuvor erwähnten zwei baierifchen Chevaurlegersregimenter gehörten derBrigade Bieregg an, die von allem Anfange an zur Unterstützung des linken Flügelsbestimmt gewesen. Die Brigade Dieß war ursprünglich im Centrum, und scheint,als die Division Rechberg und die Brigade Habermann von der Division Delamottein den Kampf von Torcy verwickelt wurden, die Linie des Geschützes des Centrumsgedeckt zu haben bis zur Ankunft der Reserven,