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Zweiten Theiles Zweiter Band.
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genähert hatten, plötzlich höchst merkbnachließ *), — ungenützt verloren.Napoleon gewann Zeit, die größere Hälfte seiner Truppen über die Aubezurückzuführen, und aus der Schlacht, die über das Geschick von Frank-reich entscheiden sollte, wurde nur eine halbe, die Niemanden eigentlichrecht befriedigte und an und für sich in der That gar nichts entschied.

Was der Schlacht von Arcis ihre hohe geschichtliche Wichtigkeitverleiht, das ist der Entschluß, zu welchem sich Napoleon durch siegedrängt fühlte, der, auf die Gefahr, die Hauptstadt Paris bloßzugcbcn,in den Rücken der Verbündeten zu marschircn, ein Entschluß, welchereinen so entscheidenden Wendepunkt des Krieges bildete, daß derselbebinnen neun Tagen von dem Fürsten Schwarzcnberg siegreich beendetwerden konnte.

Als Napoleon in den letzten Vormittagsstunden des 21. März dieGewißheit erhielt, daß das ganze verbündete Haupthcer kampffertig ihmgegenüber stehe, sah er sogleich ein, daß der Zweck, welcher ihn nachArcis geführt, gänzlich und durchaus verfehlt sei. Es entstand, nachdemer Fürsorge getroffen, seine kleine Armee dem Kampfe gegen überlegeneEtrcitkräfte in einer ungünstigen Stellung zu entziehen, die schwer zubeantwortende Frage, welche Maßregeln weiter zu ergreifen wären, umdem Kriege doch noch eine günstige Wendung zu geben?

Bisher war es Napoleons Hauptstrcben gewesen, die beiden Armeender Feldmarschällc Blücher und Schwarzcnberg getrennt zu halten,zuerst die eine zu schlagen, wenigstens zurückzudrängen, und sich dannblitzesschncll gegen die andere zu wenden. Er war aber jetzt nicht nur beiLavn an dem schlcsischcn Heere und bei Arcis an der Hauptarmcc gescheitert,sondern es ließ sich auch gar nicht mehr ausführen, sich abermals gegenBlücher zu wenden, ohne daß ihm Schwarzcnberg nachrückte, undeben so wenig konnte er fortfahren, gegen diesen zu opcrircn, ohne daßer sich jenen auf den Nacken zog, und jeder dieser beiden Feldherren hatteallein eine Armee, welche stärker war als die gesummten Strcitkräfte, überwelche Napoleon gegen Beide verfügen konnte. Die Rücksicht auf dieVerbindung der Hauptarmcc mit der Schweiz, welche den Fürsten Schwär,zcnberg in einer früheren Epoche des F-cldzugcs gelähmt hatte, war weg,gefallen, weil die Südarmcc den Marschall Augcreau zum Rückzügegezwungen, und da dies Napoleon bekannt sein mußte, konnte er nurerwarten, daß der Oberfcldhcrr der Verbündeten jetzt mit allem Nachdruckean die Beschleunigung des Endes des Fcldzuges Hand anlegen werde.Es ergab sich hieraus die Nothwendigkeit für den französischen Kaiser, dasbisherige System seiner Kriegführung aufzugeben und mit einem neuenzu vertauschen.

Das war keine leichte Sache, zumal die Möglichkeit der Rettungnur dort lag, wo Napoleon sie vielleicht mit Widerwillen suchte. Eswar klar, daß, nachdem Schwarzenberg und Blücher ihreVereinigung, welche sich nicht mehr hindern ließ, einmal bewerkstelligt

Vergliche S. 78 dieses Bandes.