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hatten, der Kaiser Napoleon, dessen Truppenmacht gegen jeden einzelnzu schwach war, alle Hoffnung aufgeben mußte, ihr Vordringen gegenParis zu hindern. Sie gelangten gewiß hin, und stets mit einer mehrals doppelt überlegenen Macht; denn welche Verluste er ihnen auch beiseinem Bestreben, sie aufzuhalten, beibringen mochte, verblutete sich zugleichseine eigene Armee. Da es mithin am Tage lag, daß die letzte Entscheidungdoch nur vor Paris stattfinden könne, würde es angemessen gewesen sein,dies gleich nach der Schlacht von Arcis fest in das Auge zu fassen, undalle Maßregeln zu treffen, welche in dem zu erwartenden Kampfe um dieHauptstadt nach menschlicher Wahrscheinlichkeit irgend Aussicht auf Sieggewähren konnten. Dazu war Napoleons persönliche Gegenwart er-forderlich, er mußte die Armee verlassen, sogar die Gardcdivision Friantsihr entziehen, sie mit Post in die Hauptstadt schaffen, und selbst dahineilen. Wenn es den Marschällen Marmont und Morticr allein,möglich wurde, den Verbündeten vor Paris einen so ernsten Kampf zubereiten, wie es geschah, so würde, wenn noch die Marschällc Macdo-nald, Ney und Oudinot ihre Truppen vereinigten, der Vormarsch der !Verbündeten gewiß mit großer Behutsamkeit erfolgt sein. Die acht bis ^zehn Tage, welche bis zum Eintreffen Blüchers und Schwarzenbergs -vor Paris vergangen waren, hätten von Napoleon bcnützt werden können, ,um die Vertheidigung von Paris auf eine ganz andere Art zu organisiren, alssein kriegsunkundigcr Bruder Joseph es that. Man sage nicht, daß inParis für Napoleon der Boden so unterhöhlt war, daß er sich nicht hätteHinwagen dürfen: seine Befehle wurden vielmehr überall, wo die Verbündetennicht waren, mit dem alten Gehorsam vollzogen. Den Böswilligen würde ^die alte Garde Schrecken eingejagt haben, die bekannten Feinde derkaiserlichen Regierung mußten verhaftet, der Sitz der höchsten Reichsbc-hördcn für die Dauer der Fcindesnähe verlegt werden. Nichts durste inParis gelassen werden, was, wenn die Verbündeten trotz aller AnstrengungenNapoleons dennoch eindrangen, auch nur den Schein einer Vertretungder Nation für sich haben konnte- Immerhin mochte dies die Angst !vermehren: es hätte doch nur die Angst der Furchtsamen vermehrt, welche !Hauptstadt und Reich ohnehin nicht gerettet haben würden. Den Muthigcn -aber den Umfang der Gefahr offenbaren, erhöht dieselbe nicht, wenn man ^ihnen zugleich die Mittel zeigt sie zu besiegen, feuert vielmehr an. Auch ikonnte die Wirkung jener vorerwähnten Maßregel der Politik dadurch !gemindert werden, daß die Kaiserin und ihr Sohn in Paris blieben,zum Beweise, daß Napoleon am Heile der Hauptstadt durchaus nichtverzweifle. Es würden die Pariser aller Ehre bar gewesen sein, wennsie sich auf den Ruf ihres Monarchen nicht erhoben hätten, um ihregroße Hauptstadt vor der Schmach zu bewahren, in die Hände des Feindeszu fallen. Hätte sich der Kaiser der Demokratie an diese seine Muttergewendet, so würde er einen Enthusiasmus erregt haben, der den Ver-bündeten hätte sehr gefährlich werden mögen. Jedenfalls wären allemilitairischen Anordnungen zweckmäßiger getroffen worden, ein Heer vonsicbzigtausend Mann, verstärkt durch dreißigtausend Nationalgarden und