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Zweiten Theiles Zweiter Band.
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mitzutheilen, stieg zu Pferde und schlug den Weg nach Vitry ein. Nachdemer ungefähr eine Meile zurückgelegt*), erblickte er den König und denFcldmarschall, forderte sie auf abzusteigen, und befahl dem General Toll,ihm eine Karte zu reichen, welche auf der Erde ausgebreitet wurde. Diesesgeschah ungefähr um die elfte Stunde eines schönen Frühlingsmorgcns aufeiner Höhe im Angesichts von Vitry: wohin, Wiesen und Felder entlang,welche kaum begannen, sich mit dem ersten Grün zu bedecken, von allenSeiten Truppen herbeizogen. Sich der Karte nähernd, setzte der Kaiserselbst seinem erhabenen Freunde und dem Fürsten Schwarzcnberg die Mei-nung Wolkonskys, welche zu gleicher Zeit auch seine eigene war, auseinander.Ohne Widerrede und mit Freuden gingen sie auf seine Vorschläge ein**)."

Da man um dieselbe Zeit die Zerstörung der Marncbrücke bei Frigni-court durch die Franzosen bereits kannte, mithin von der Bcsorgniß,Napoleon wäre umgekehrt, befreit war, wurde dann der entscheidendeEntschluß gefaßt: „Die vereinigten Kricgsheere treten am folgenden Tageden Marsch nach Paris an. Nur der General Winzingerode folgt mitCavallcrie und reitender Artillerie dem Kaiser Napoleon von Vitry aufSt. Dizier, und sucht ihn so lange als möglich bei dem Glauben zu er-halten, es rücke ihm das gesammte Hauptheer nach ***)."

*) „Eine halbe Stunde", sagt Major Schels in der österreich. Militairzeitschriftvon 1838, X. 73.

**) Diese Erzählung Michailofsky-Danilefskys ist um so glaubwürdiger, als er,statt nach seiner Gewohnheit, alles Sicht lediglich von dem Kaiser Alexander, dessenunendlich großen Verdiensten um die Sache Europas nur ein Thor Anerkennungversagen könnte, ausstrahlen zu lassen, die Ehre des Gedankens dem FürstenWolkonsky zuschreibt. Auch wird seine Erzählung in allen wesentlichen Punctenvon sämmtlichen diesseitigen Quellen bestätigt. Daß übrigens der Plan, nach Pariszu marschiren, weder dem Könige von Preußen noch dem Feldmarschall FürstenSchwarzcnberg fremd war, ist schon bemerkt worden (S. 108 die Anmerkung*)):sonst würden sie nicht so schnell eingewilligt haben. Neben dem Kaiser Alexandermuß daher stets der König von Preußen, und vor dem Fürsten Wolkonsky stetsder Fürst Schwarzenberg als Urheber des Beschlusses genannt werden. Letzteremkonnte das entscheidende Ausgehen des Vorschlages dazu von dem russischen Monarchennur höchst willkommen sein, wie es überhaupt iu manchen Fällen besser ist, Beschlüssemittelbar als unmittelbar zu veranlassen.

***) In dem Berichte, den der Fürst Schwarzcnberg an den Kaiser von Oesterreicherstattete, und in welchem er die Motive des wichtigen Beschlusses auseinandersetzte(namentlich, daß die Stimmung in Paris eine, für den Kaiser Napoleon schlimmeRichtung genommen habe; Laß, wenn die Allürten der feindlichen Armee nacheilten,die Zusammenziehung der verschiedenen Corps gar nicht, oder Loch erst so spatgeschehen könnte, daß man den Feind nicht im günstigsten Zeitpuncte, also vor seinerwirklichen Verstärkung aus den Festungen, einholen könnte), giebt besonders folgendeStelle Aufschluß über die nächsten Absichten des Fürsten: „ Die Absichten der allürtenOperationen müssen unter den obwaltenden Verhältnissen dahin gehen: 1) dieGesammtkraft beider Heere wieder zu vereinigen, und 2) dann durch deren eigene Kraftsich die Communication mit der Operationsbasis wieder zu eröffnen. Die erste Absichtwird erreicht, indem die allürten Armeen ihren Marsch nach Paris richten. Wir habenHiebei die gegründete Hoffnung, die, als Kern einer neuen Armee zurückgebliebenenCorps von Marmont und Mortier zu vernichten, in dem Centralpuncte der feindlichenKriegsmittel die Quellen derselben dem Feinde abzuschneiden, und auS eben dieserQuelle Bedarf für die eigenen Kriegsmittel zu schaffen, endlich die Stimmung derNation zu unserem Vortheile zu benutzen. Ist diese erste Absicht mit jenemGlücke erreicht, auf welches wir zu hoffen berechtigt sind, so schreiten wir dann demzweiten Ziele entgegen, unsere rückwärtigen Verbindungen wieder herzustellen.

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