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Ein Adjutant des Kaisers von Rußland brachte die wichtigeNachricht dieses Beschlusses nach Chalons in das Hauptquartier des Feld-inarschalls Blücher. „Es ist unmöglich, die Freude zu beschreiben, diedieser Entschluß im Hauptquartiere des Fcldmarschalls und bei der 'Armeehervorbrachte," bekräftigt der Gencralquartiermeister des alten Helden* *).
Folgendes waren die Truppenbewegungen bei dem Haupthcere am24. März. Als dasselbe am frühesten Morgen aufbrach, konnte die Rich-tung des Marsches der verschiedenen Corps natürlich nur eine solche sein,wie sie der ersten Disposition ** ***) ) für diesen Tag, mithin Chalons zum Ziele,angemessen war. Als dann im Laufe des Vormittages die, von dem FürstenSchwarzen berg in Sommcpuis gegebene, zweite Disposition*"), welcheVilry und den Marncübcrgang als Ziel vorschrieb, bei den Corpscomman-danten eintraf, wurden die Bewegungen ihr gemäß eingerichtet. Der gegenMittag gefaßte Beschluß zum Marsche auf Paris am 25. änderte dieRichtung auf Vitry nicht, sondern untersagte nur den Marncübcrgang.
Das dritte Armeekorps des Fcldzcugmeistcrs Grafen Gyulai marschlrtevon Mailly, wo der Oberst Mcsscmacrc mit dem Regimentc Kottu-linsky und einer zwölfpfündigcn Batterie blieb, über Poivrc und Somme-puis gegen Vitry, und langte am Abend, zum Theil wenigstens, unfernder Hohen von Blacy an's). Das vierte Armcccorps des Kronprinzenvon Würtcmbcrg marschirte von Sommcpuis in das Lager von Blacy
Das fünfte Armcccorps des Feldmarschalls Wrcdc bezog das Lagerbei Maisons, das sechste Armcccorps links davon bei Drouilly. DieGarden und Reserven lagerten auf dem rechten Flügel bei Courdcmangcs.Kaissaroff streifte in der Gegend von Villcnoxe, Scslawin in jenervon Sezanne -ff-).
Bei den Corpscommandankcn trafen am Abende inehrcre Meldungenein, welche auf den Marsch feindlicher Streitkräfte auf den Straßen vonParis her deuteten. Nach Mailly berichtete General Kaissaroff an denösterreichischen Obersten Mcssemacrc, daß feindliche Cavallcrie in großerAnzahl nach der Gegend von Datry im Vorrücken sei. Der Oberst meldetedas dem Grafen Gyulai, welcher ihm Befehl sandte, nach Sommcpuis,wohin sich die Kosaken bereits zurückzuziehen angefangen hatten, zu
Die Art, wie diese zweite Absicht ausgeführt werden könne, läßt sich erst dannbestimmen, wenn die erste Absicht vollkommen erreicht sein wird." Lesterreichisch«Militairzeitschrift von 1838, X. 81—93.
*) C. v. W., S. 236. Und Varnhagen von Ense erzählt in seiner Biographie ,Blüchers, S- 427: „Als Blücher in Chalons von einem Adjutanten des Kaisers 'von Rußland von obigem Beschlusse Nachricht erhielt, brach seine Freude laut aus:„„Das ist doch mal eine Nachricht""! rief er, „„nun heißt's nicht mehr bloßbei uns, sondern überall: Vorwärts!"" Die ganze Umgebung Blüchers, alleTruppen des schlesischen Heeres, theilten preisend seine Freude. „„Das wußt' ichwohl"", sagte Blücher, „„daß mein tapferer Bruder Schwarzenberg doch noch !Eines Sinnes mit mir werden würde. Nun wollen wir auch bald ein Ende machen." "
**) Siehe S. 112 dieses Bandes, die Anmerkung*).
***) Siehe S. 122 dieses Bandes.
' -j-) Siehe hierüber die österreichische Militairzeitschrift von 1821, XI. 185.
chch) In Arcis traf, von Troyes kommend, der Feldinarschalllieutenant Freöncl vorn >dritten Arincecorps mit den Regimentern Klenau Chevaurlegers und Kaiser Infanterie ein