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Verbündeten erlitten hier den meisten Verlust an diesem Kampftage: desTodes des Obersten Rapatel ist schon erwähnt worden, außerdem befandsich unter den verwundeten Offizieren auch der tapfere GardenkosakenoberstJefremoff. Die Monarchen von Rußland und Preußen hattensich größeren Gefahren, als wenigstens im weiteren Verlaufe des Gefechtesnothwendig war, ausgesetzt *).
Was die Marschälle Marmont und Mortier betrifft, ist bereitserwähnt worden, wie sie durch die, bei dem Kronprinzen von Wür,temberg, bei dem Großfürsten Constantin, und dem Grafen Pahlendem Dritten cingctroffencn Meldungen über das Erscheinen einer fran-zösischen Colonne rechts im Rücken, und den hicdurch veranlaßten Abmarschder russischen Gardccavallcric und des größten Theiles der Reiterei des sechstenArmcccorps gegen den neuen Feind, vor einem abermaligen Reilcrangriffebewahrt worden sind"). Während die Marschälle noch mit dem Ordnenihrer Truppen beschäftigt waren, erblickten sie links eine Colonne, welcheunter kraftvollem Kampfe näher rückte. Sogleich verbreitete sich der Glaube,Napoleon sei es. Die Truppen riefen: „Es lebe der Kaiser!" undverlangten gegen den Feind geführt zu werden. Die Cürassiere desGenerals Bordesoulle, welche bereits vollständig wieder geordnet waren,stürzten sich auf die, von dem Grafen Osaroffsky dem Kronprinzenzurückgelassene, reitende Gardccavallcricbattcric. Diese fuhr schnell zurück,und war nahe daran, von der vordersten französischen Rcitcrabtheilungeingeholt zu werden. Zugleich aber von dem Oberstlieutenant Reinhardtmit dem würtcmbcrgischcn reitenden Jägerregiment,: Prinz Adam und voneinem russischen Cürassierregimcnte in der rechten Flanke genommen,mußten die französischen Cürassiere wieder zurück, und die russische Batteriewar nicht nur gerettet, sondern jene verloren ihre eigenen Geschütze durcheinen weitere» Flankenangriff des, mit seinen Kosaken von Salon Herbeige-eilten Generals Seslawin***).
Der Kronprinz von Würtemberg wünschte lebhaft, noch einenAngriff zu unternehmen, aber er hatte zu wenig Artillerie ff), um diefeindlichen Massen zuerst mürbe zu schießen und dadurch seiner abge-matteten Reiterei, die seit elf Stunden zu Pferde saß, den Kampf günstig
ihnen bewiesene Tapferkeit, ließ ihnen ihre Equipagen zurückgeben, und befahl über-haupt, alle Gefangene zu schonen, mit denen die ganze, unabsehbare Fläch« bedecktwar, denn an diesem Puncte allein erstreckte sich ihre Anzahl über 40iX1."
„Der Kaiser von Rußland und der König von Preußen waren dem feindlichenVierecke meist so nahe, daß sie dem Gewehrfeuer ausgesetzt waren, und alsnun alle Trompeten schmetterten, ChamaLe geblasen wurde, die feindlichen Truppendie Gewehre wegwarfen, begaben sich die Monarchen sogar in ihre Mitte zu denfeindlichen Generalen. Wie leicht hätte einer aus der racherfültten, bewaffneten Schaardie Niederlage seiner Brüder und die eigene Schmach, Lurch «inen unbesonnenenSchuß, blutig und mit unersetzlichem Verluste vergelten können!" Plotho, III. 378.") Vergleiche S» 145 dieses Bandes.
Korb, II. 388. Jedoch scheint der Angriff ScslawinS nicht gleichzeitig mitjenem der würtembergischen Jäger und russischen Cürassiere stattgefunden zu haben,vielmehr erst bei dem weiteren Rückzüge der Franzosen erfolgt zu sein.
ff) Die beiden würtembergischen reitenden Batteriecn waren noch immer nichtangekommen.