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Zweiten Theiles Zweiter Band.
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Vertheidigung der Zugänge von Greuoble am rechten Ufer der Jsere folgendeStellung genommen. Der rechte Flügel stand auf hohem Gebirge, dasCentrum im Engpässe von Vorcppc, und der linke Flügel lehnte sich andie Jsere, an deren linkem Ufer ein beträchtlicher Posten bei St. Quenlinaufgestellt war.

Am 2 . April rückte Baron Wimpfen vonRivcs undMoirans gegenVoreppc vor, und ließ den Angriff Nachmittags um zwei Uhr in vierColonncn unternehmen. Die rechte Flügclcolonnc ging an der Jsereaufwärts, und sollte sowohl Voreppc von dieser Seite umgehen, als auchdie Thätigkeit des, bei St. Quenlin am rechten Ufer aufgestellten, feindlichenDetaschements lähmen; in gleicher Höhe mit ihr rückte die zweite Colonneauf der Straße gegen Voreppc vor. Die dritte Colonne erstieg vonLa Buisse aus das Gebirge und hatte die Bestimmung, die steilen Hohenlinks von Voreppe zu überwältigen. Die vierte oder linke Flügeleolonneging von Couldevic aus über das Gebirge, um zwischen PommierS undSt. Julien den Feind im Rücken zu bedrohen. Der OberstlieutenantDöra endlich, der von Les Echclles mir acht Compagmcen, einer Schwadronund zwei Kanonen von Guier nach St. Laurcnt hinaufgerückc war, hatteden Auftrag, den feindlichen Posten der großen Chartausc* *) zu beschäftigen.

Die erste und zweite Colonne führten ihren Angriff vollständig aus,und verdrängten den Feind schnell aus Voreppc. Im Gebirge aber, woder Feind sich durch Verhaue gedeckt hatte, war der Kampf um so hartnäckigerund dauerte bis in die Nacht. Erst um acht Uhr gelang es der drittenund vierten Colonne, den Feind aus dem Gebirge zu vertreiben, und sichbei Pommicrs zu vereinigen. Das Gefecht kostete der Division Wimpfcn siebenOffiziere und 247 Unteroffiziere und Soldaten an Todten und Verwundeten,und ihre Trophäen waren 200 Gefangene, eine Kanone und ein Munition»,karren **).

Nach dem Gefechte von Voreppe zog sich der Oberst Cubiercs indie Stellung von Pierre,les-Combcs unweit Grenoble zurück, jenen vonder Jsere und den Felsen gebildeten Engpaß, welchen General Marchand,wie erzählt worden*"), hatte klüglich verschanzen und auf beiden Ufern desFlusses durch Geschütz sichern lassen. Da diese Schlucht von der Artillerie völligbeherrscht wurde, und die französischen Truppen auf dem steilen Fclsgebirge

an, sagt aber nicht, daß der Oberst Cubicres sie befehligte. Hock, H. 637, nenntCubieres als den Befehlshaber der Franzosen im Gefechte von Voreppe, und so auchWetter, I. 240, wahrend Plotho von dem ganzen Gefechte schweigt. Es ist zubezweifeln, daß Cubieres 4000 Mann stark war, und die starke Stellung seinesrechten Flügels im Gebirge, und daraus entspringende lange Vertheidigung denselbenmochte jene Ueberschatzung veranlassen.

*) Diese liegt am rechten Ufer der Jsere, auch St.-Pierre-dc-Chartrcuse warvorn Feinde besetzt. Vergleiche S. 229 dieses Bandes.

Oesterreichische Militairzeitschrifk von 1821, VIII. 170. Hock, II. 0b7,schweigt über den Verlust der Franzosen, und sagt über das Gefecht von Voreppebloß: „Ue poste äs Voreppe tut ottsgue le 3 (2) ^vril par lo äiviüivu ^Viuipl'e»,et apre» u» eombat 4o guelgue» keure» le evlonel Oukiere» »e retira prucleuiment«ur le poste retraacke 4ont iiou» reuvu» 4« parier plus kaut. "

"*) Siehe S. 229 dieses Bandes.