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Zweiten Theiles Zweiter Band.
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zahlreich standen, konnte Wimpfcn den Angriff nicht wagen, bevor nichtdas Corps des Grafen Bub na durch das Iscrethal gegen Grenobleherabrücktc. Wimpfcn stellte sich daher am 3. April bei Chcvalons auf,und befahl der nachgerückten *) Brigade Gall, zur Sicherung der rückwärtigenVerbindung bei Moirans und Tullins Stellung zu nehmen.

Die Streitkräfte des Generals Marchand waren im Allgemeinenso vertheilt. Oberst Cu bieres bewachte den Engpaß bei Picrrc,lcs-Combcs,die große Chartause und das Fort Barraur waren beseht, die übrigen Truppenstanden am linken Ufer der Jsere, deren Brücken bei Montmclian und ananderen Puncten zerstört waren, namentlich der General Dessair zuChavanne").

Am 8. April traf Graf Bubna in Chambcry ein, und ließ seineTruppen ein Lager zwischen St. - Pierre/d'Albigny und Frctterive beziehen.Die Jsere bei Montmclian, Frctterive, oder L'Hopital zu überschreiten undden General Dessair bei Chavanne anzugreifen, war wegen derFrühlingshochgcwäfscr sehr schwierig, und an jenem Tage unmöglich.General Zechmeistcr ging daher bei Conflans, wo der Arc in die Jsereeinmündet, über die letztere mit drei Bataillonen und einer Schwadron "*),und drängte die Truppen des Generals Dessair über den ersterenzurück. Als es dann am n. April gelang, bei Frctterive eine Brücke überdie Jsere herzustellen, überschritt der Graf Bubna mit der Hauptcolonncsogleich den Fluß, und rückte gegen Chavanne vor. Inzwischen hatte sichGeneral Dessair mit einem Theile seiner Truppen nach St.,Jean-de,Mauricnne zurückgezogen, und es blieb zu deren Beobachtung der GeneralZechmeistcr im Thalc des Arc stehen; den anderen Theil hatte er unterdem General Scrrant die Jsere abwärts nach Ponlcharra, dem FortBarraur gegenüber, gesendet. Auch der Posten, der noch Montmcliangegenüber stand, mußte zurückweichen, da der General Graf Bentheimdort, gleichfalls am 11 . April, mit dem Schlagen einer Brücke zu Standegekommen war.

Die Lage des Grafen Marchand war in der That sehr schwierig,insbesondere da ihm Augcrcau keine Verstärkungen sandte, vielmehrruhig an der unteren Jsere blieb. Andererseits war der Erbprinz vonHessen,Ho m bürg mit einem Theile des Rescrvecorps am 5. April zuRivcs eingetroffen, und hatte den Entschluß gefaßt, weder die Mitwirkungdes Grafen Bubna abzuwarten, noch die vortheilhafte Aufstellung unddie Vertheidigungsmitkcl des Feindes zu scheuen, sondern dessen Stellung vorGrenoble zu nehmen. Der Angriff sollte übcr Cornillou und St. Egrcve erfolgen.Schon setzte sich am 9. April die Division des FeldmarschalllieutenantsWimpfen in Bewegung, als der Befehl zur Unterlassung des Angriffeseintraf. Der Erbprinz war durch die Nachricht von der in Parisvorgegangenen Umwälzung, so wie von dem dort von der Hauptarmee

Vergleiche S. 227 dieses Bandes.

—) Die Quellen sind über diese Epoche des FeldzugeS sehr dürftig.*") Vergleiche S. 226 dieses Bandes.