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Meaux gesendet, welche sich mit dein schwachen Corps des Generals Com pausbeiClaye vereinigten*). Tages darauf, am 29., gingen abermals 1500 MannFußvolk und 300 Reiter ab, welche die Bedeckung der Kaiserin bildeten.Es bliebe» sonach zur Verstärkung der Armee nur 600 Mann und300 Pferde. Da jedoch die Dringlichkeit der Umstände das Aufbietenaller und jeder Kräfte forderte, nahm General Ornano, Commandantaller Depots der kaiserlichen Garde, keinen Anstand, aus 4000 Rccrutcn,die noch nicht organisirt waren, eine Division zu bilden, deren Anführungder von seinen Wunden kaum genesene General Michel") übernahm.
So waren die Verlheidigungsmiktel und Strcitkräfte von Paris amMorgen des 29. März beschaffen "*). Es erübrigt die Erwähnung desZustandes der öffentlichen Meinung und die Aufzählung der Maßregeln,welche Joseph Bonaparce an diesem Tage zur Rettung der Hauptstadtanordnete.
Die öffentliche Stimmung in Paris war einer andauernden undbartnäckigen Vertheidigung der Hauptstadt keincsweges günstig. Zwar warder Wille Napoleons fortwährend alleiniges Gesetz, aber er vermochtekeinen Enthusiasmus dort zu wecken, wo Friede um jeden Preis derallgemeine Wunsch war. Man wußte zu Paris um den Abfall vonBordeaux, um den Verlust von Lyon, um das letzte Verschwinden derFriedcnshoffnung durch die Auflösung des Congreffes von Chatillon. JenesFeuer der republikanischen Zeit, das in allen Straßen Barricaden geschaffen,alle Häuser in Festungen verwandelt, und Paris eher einen Trümmerhaufenhätte werden lassen, als seinen Besitz dem Feinde zu gönnen, war in derschweren, dumpfen Luft des kaiserlichen Despotismus vorlängst erloschen.Im Gegentheile sehnten die Reste der alten Republicaner, wie der neueNachwuchs der Freunde der Freiheit Napoleons Sturz in gleichemGrade, wenn auch aus verschiedenen Gründen herbei, als die Anhängerder Bourbonen und der alten Herrschaftsform. Selbst in dcr Nationalgarde,welche dem Aufrufe gehorchte, glaubten nur sehr Wenige an die Möglichkeiteines ausgiebigen, langen und siegreichen Widerstandes. Es war ihr, diezum größten Theile aus Familienvätern und wohlhabenden Leuten bestand,hauptsächlich darum zu thun, durch einen kurzen Widerstand, der zu einergünstigen Capitulation führen mochte, die Stadt vor den Schrecknissen derUnordnung und den Greueln des Sturmes zu bewahren. Das war nichtjene eiserne Gesinnung, unterzugehen oder zu siegen, welche allein denWiderstand bis zum Eintreffen Napoleons und seiner Armee hätteverlängern können ff).
*) Vergleiche S. 173 dieses Bandes.
") Siehe S. 400 des ersten Bandes dieses Theiles.
Was die Armee der Marschälle Marmvnt und Markier betrifft, welche dievon den Verbündeten angebotene Schlacht auf den Höhen vor Paris anzunehmenbaitcn, findet sich ihre Stärke und Schlachtordnung im Beginne der Schilderung derSchlacht vom 30. März angegeben.
ch) Es bleibt eine Frage, ob Paris nicht bis zur Ankunft Napoleons, wenn nichtmit seiner Armee, so Loch für seine Person, hätte gehalten werden mögen, wenn man