so weniger entgegensetzen, als dieselbe stark genug war, sie zugleich rechtsund links zu umgehen. Würde das schleflsche Heer in der von dem FürstenSchwarzcnberg festgesetzten Stunde haben angreifen, der linke Flügelunter dem Kronprinzen von W ü r t c in b e r g schon in früherLorinittagsstnndc haben aus dem Schlachtfelds eintreffen können, so warder Kampf um Paris wahrscheinlich schon um Mittag zu Ende. Alleinwahrend das Centrum bereits auf der Hochfläche im Kampfe begriffen war,besaß der Oberbefehlshaber des schlcflschcn Heeres noch nicht einmal dieDisposition, stand seine Vorhut noch bei Grand,Drancy, dehnten sich dieCorps der Generale Längeren, Park, Kleist und Worvnzoff inmehreren Linien hintereinander von Le Bourgct über Aunan bis rückwärtsnach Villcpinte, über zwei deutsche Meilen von Paris, aus. Der linkeFlügel, und zwar das vierte Armcccorps, zog seit fünf Uhr des Morgensvon Anriet längs der Marne herab, während das dritte Armeccorps erstbei Meaux den Marncübergang bewerkstelligte* *)-
Nur das Centrum stand nahe genug, um den Angriff in der vondem Fürsten Schwarzcnberg festgesetzten Stunde beginnen zu können,zumal auch kein widerwärtiger Zufall das Eintreffen der Befehle verspätete.Das sechste Armeecorps des Grafen Rajeffskn, dessen Hauptguarticr sichi» Noisy-le-Scc befand, brach um fünf Uhr des Morgens aus seinenLagern zwischen Romainvillc und Bondy auf, und es stand die vierzehnterussische Infanteriedivision des Generals Hclfrcich dem wichtigen Dorfe
Es crgiebk sich mithin folgende Stärke der ganzen, gegen
Paris operirenden Macht:
4. Zum Angriffe auf die Stellung von Paris am 3V. . I00HX1 Mann.
II. Entsendet am 30. 04,000 —
tl. Nichtstreitbar« am 30. 17,000
Zusammen 181,000 Man».
Verbündete. Franzosen-
Es standen sich am 30. bei Paris gegenüber . . . 100,000 41,210
Verstärken konnten sich die Heere in kürzester Zeit durchfolgende, in derNätze aufgestellte oder sich bewegende TruppenDie Verbündeten durch die Corps Wrede, Sacken, Kais-
saroff, Seslawin und Wiiizingcrode mit. 43,000 —
Die Franzosen:
») Durch die Armee Napoleons.
l>) Lurch die von der Escorte der Kaiserin zurückkehrendenTruppen, das Cavalleriemarschregiment des Obersten Ca-rignan, und 1500 Garden zu Fuß, und 300 zu Pferde - -e> Durch wenigstens die Hälfte von den 20,000 in den,ein bis zwei Marsche hinter der Hauptstadt gelegenen Depots vonsechzig Jnfameriercgimentern befindlichen Soldaten, also mit
— !>3,4.'>0
2800
— 10,000
Dann wären sich bei Paris gegenübergestanden 143,000 107,400
*) „Die Entfernung wac so groß", sagt Major Schels (österreichische Militair-zeitschrift von 1s40, 11. 170), „daß selbst die Spitze dieses Flügels nicht vor Mittagdie äußerste Grerze des Schlachtfeldes erreichen konnte. Indeß war die Bestimmungdieser beiden Co-ps ohnehin etwas beschränkt. Denn sie sollten weniger an derSchlacht selbst Theil nehmen, als die linke Flanke der angreifenden alliirten Machtdadurch decken und sichern, daß sie sich der Brücken von St- Maur und Charcntonbemächtigte», und dort jede Krafkaußerung über die Marne von Seite der, jenseitsdes Flusses vielleicht zum Entsaße der Hauptstadt anrückende» Armee des KaisersNapoleon verhindert:»."