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Zweiten Theiles Zweiter Band.
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marschirtcn gerade durch den Wald, um den Angriff auf Charenton vonder Seite von Paris auszuführen, während ein Bataillon*) eben dahinan der Marne hinunterrückle.

Bei Charenton waren die Vcrthcidigungsverhältniffe ziemlich dieselbenwie bei St. Maur. Der Tambour war am linken Ufer errichtet, gleichals hätte von jeher nie von dieser Seite Gefahr gedroht. Der Tambourwar mit acht Kanonen versehen, und die Besatzung bestand aus einerCompagnie Veteranen, dem Bataillon, welches die Zöglinge der Thicrarznei,schule von Alfort, mulhige, junge Leute, gebildet hatten, und einigenObcrkanonicrcn. Daß ein so schwacher Posten sich gegen die Lolonncndes Kronprinzen nicht würde behaupten können, lag um so mehr amTage, als derselbe durch sie im Rücken genommen wurde. Dennoch schlepptendie Vertheidiger, als sie sahen, Laß eine starke Colonne auf der Straßevon St. Monde am Park von Vincennes anrücke, fünf Geschütze überdie Brücke vor das Dorf Charenton, und eröffneten ein äußerst lebhaftesFeuer. Dasselbe wurde jedoch durch die Artillerie des Kronprinzenbald zum Schweigen gebracht, Fürst Hohen lohe drang mit zwei würtcmrbergischcn Bataillonen im Sturmschritte durch das Dorf und warf den Feindnach hartnäckiger Gegenwehr bis an die Brücke, wo er sich unter demSchutze der fünf Kanonen, die er an das rechte Ufer gebracht, neuerdingsaufstellte **).

Jetzt setzte sich der Fürst Hohenlohe an die Spitze des österreichischenGrcnadicrbataillons Lanyi, und führte es auf dem Wege von Bercy umdas Dorf, während der General Baron Trenk mit dem GrenadierbataillonHromada gerade durch dasselbe rückte, so daß sich die beiden Bataillone vorder Brücke vereinigten ***). Der Feind ging den Grenadieren entgegen, undgriff sie mit Ungestüm an, worauf diese eine Salve gaben, und ihn dann mitdem Bajonnctte bis zur Brücke zurückdrängten. Der Versuch des Feindes,sich hier abermals zu stellen, schlug fehl, und die Grenadiere eroberten jenefünf nach dem rechten' Ufer gebrachten Kanonen. Darauf drang derHauptmann Kurzff) mit seiner Grcnadierabtheilung mit solchem Ungestümund solcher Schnelligkeit über die Brücke selbst vor, daß deren Vertheidigernicht Zeit gewannen, die zur Sprengung eines Bogens gebohrte Mineanzuzünden, sondern aus dem Tambour geschlagen wurden, und auch ihreletzten drei Kanonen verloren. Zwar erneuerten sie mehrmals den Versuch,sich der Brücke wieder zu bemächtigen, mußten aber stets mit großem Verlustedavon abstehen, und endlich auf den Straßen nach Provins und Melunentfliehen, wo ihnen einige leichte Truppen nachgeschickt wurden. „Von

*) Das zweite deS dritten Infanterieregimentes-

**) Es scheint, daß die Veteranen und die Zöglinge von Alfort einige Angriffegegen die beiden Bataillone des Fürsten Hohenlohe ausführten, denn es heißt indem würtenibergischen Werke, III. S. 3, Spalte 2, daß „sie sich aller Anstrengungendes Feindes ungeachtet in Charenton behaupteten."

***) Das Grenadierbataillon Lanyi wurde an diesem Tage von dem HauptmannStephan, das Grenadierbataillou Hromada von dem Hauptmann Schweizer befehligt.

ch) Vorn Regiments Hicronymus 'Cvlloredo.