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Zweiten Theiles Zweiter Band.
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russische Garde selbst aber stellte sich mir ihrer Artillerie auf der HöheChaumont auf, und schickte sich, gleich der auf dem Monl»Louis, an, dienächsten Stadttheilc von Paris mit Haubitzgranatcn zu bcwerfe».

Jene russischen Scharfschützen der Garde, welche sich gegen Prä, St.,Gervais gewendet hatten, griffen inzwischen dieses Dorf im Rücken an"),während der Prinz Eugen vonWürtemberg mit der Division Pischnitzkyes in der Front bedrohte. Als General Compans die Gefahr gewahrte,in welcher die zwei zu Prä< St./Gervais stehenden Bataillone der DivisionBoyer,de/Rcbcval schwebten, schickte er aus dem Park Fargcau eineSchwadron polnischer Lanciers unter dem Eapitain Zajonczek** ***) ) nachder Hohe Bcauregard gegen die Scharfschützen der russischen Garde, welcheauf ihre Hauptmasse zurückgedrückl wurden. Dadurch gewannen die zweiBataillone der Division Boyer Zeit, ihren Rückzug aus Prä,St.»Gervaisnach Bcllcvillc zu bewerkstelligen, wobei sie Gartenmauern einreihen mußtenum sich Bahn zu brechen, Wege verrammelten, und auch, wiewohl fruchtlos,versuchten, einen Theil der Artillerie, der am Morgen durch Fiakcrpferdehinaufgcschleppt worden war, mit sich fortzubringen- Prinz Eugen vonWürtembcrg besetzte Prä-St.,Gervais, nahm die Höhe von Beauregard,und seine Scharfschützen drangen zugleich mit jenen der russischen Garde inBellcville ein.

Sonach war der Marschall Marmont, welcher die Spitze von Bellevilleund die Stellung am Telegraphcnhügel im Park Fargcau gegen die Grenadieredes Generals Tschoglikoff vertheidigte, auf beiden Flanken und im Rückenbedroht "*). In dieser schwierigen Lage konnte nur ein kühner Entschluß,wenn nicht Rettung, so doch Verzögerung der Entscheidung bringen.Marmont und die Generale Riccard, Boudinff) und Pclleporrsammelten die tapfersten ihrer Truppen, und warfen sich mit dem Mutheder Verzweiflung auf die Russen. Der Marschall Marmont erhielt einenstarken Prellschuß, der General Riccard eine Schußwunde am Fuße, der

*) Es bedarf keiner Erinnerung, daß dieser Angriff nicht mit jenem verwechseltwerden muß, welchen die preußische Gardejägercompagnie (vergleiche S. 35ä dieser,Bandes) gegen die große Batterie ausführte, die vorwärts Prä - St. - Gervais ausder Hochfläche gestanden und die Ebene bestrichen hatte. Allerdings wirkten dannspäter dieselben zum Angriffe gegen Prä-St.-Gcrvais selbst mit. Dies deutet MajorSchels (österreichische Militairzcitschrift, III. 27ä) mit den Worten an: „Auchebne Compagnie preußische GarLejäger hatte die Höhe nächst Prä-St.-Gcrvaiserstiegen." Es ist nicht wohl einzusehen, warum Schels gleich kiocl» von der Eroberungjener Batterie schweigt, die auf dem lioelsschen Plane mit k bemerkt ist. Wo kamdenn diese große Batterie hin, wenn die preußischen Gardejager sie nicht eroberten kEs scheint, Major Schels hätte der sehr dctaillirten Erzählung Plothos (Ili. 408)wohl Glauben beimcsien dürfen. Vergleiche Michailofsky-Danilefsky, II. 463.

kiooi», II. 484. Es war die einzige Reiterei, bemerkt dieser Schriftsteller,welche dem General Compans von der leichten Cavallerie Vincents geblieben war.

***) Durch die zuvorgeschilderten Angriffe der russischen Garde und deS PrinzenEugen links, und durch den Rückzug Arrighis und der Cavallerie Bordesoulles undChastelS vor Paskiewitsch, Gvtschakoff und Pahlen rechts und im Rücken.

ch) „Dieser General befand sich zu PariS, um sich von einer Wunde völlig her-stellen zu lassen, und theilte freiwillig die Gefahren deS Tages." irocli, II. 4,äEs scheint, .daß Boudin nach Verwundung und Gefangennchmung des GeneralsClasel den Befehl über dessen Brigade übernahm.