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Zweiten Theiles Zweiter Band.
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General Boudin einen Bajonuotstick, aber sie behaupteten das Dorf,und die linke Brigade') der Division Lagrangc nahm am Park Fargeauihre frühere Stellung wieder ein.

Dadurch gewann der Marschall Marmont etwas Zeit, seine Linieeinigermaßen zu ordnen. Er ließ die obere Gasse des Dorfes Bcllcville,welche nach Menilmontant führt, stark besetzen, nnd vertheilte den übrigenTheil seines Fußvolkes in den unteren Gassen, um sie und den Zugang zuden Barrieren mit der größten Hartnäckigkeit zu vertheidigen.

In diesem Momente warf Marmont die Blicke um sich, underkannte die vollendete Hoffnungslosigkeit seiner Lage. Don den Höhen beiEharonne, Menilmontant und Mont» Louis schleuderten die Russen bereitsGranaten nach Paris, und die Cavallcric der Generale Chaste! undBordcsoulle war von jener des Grafen Pahlen bis an die Barrierenzurückgcdrückt. Links rückwärts war die Höhe Chaumont in der Gewalt derVerbündeten, folglich waren auch Bcllevillc und der Park von Fargeau nichtlänger zu vertheidigen, weil der Marschall, wenn er den Angriff auf diesenPuncten erwartete und derselbe, wie bei der Ucberlegcnheit der Russen zu erwartenwar, glückte, besorgen mußte, daß der Rückzug über die steil nach denBarrieren abfallenden Höhen in Flucht ausarte, und die Sieger zugleichmit den Besiegten in Paris eindrangen.

Da der Marschall Marmonr entweder vor der Verantwortlichkeit, denKampf in die Straßen von Paris selbst zu verlegen, zurückbcbtc, oder dieNutzlosigkeit einer so äußersten Maßregel einsah, glaubte er sich verpflichtet,von der Ermächtigung zu capitulircn, welche er von dem Könige Josepherhalten, Gebrauch zu machen. Obschon er diese Ermächtigung seit einUhr des Mittags besaß, hatte er sie, weil damals seine Lage noch nichthoffnungslos war, in der Tasche behalten, ohne ihrer auch nur Erwähnungzu thun. Als aber nach drei Uhr die Dinge schon eine sehr üble Wendungzu nehmen begannen, schickte er an den Marschall Mortier, um diesenHeerführer von der eigenen Lage zu unterrichten, und über die scinigeErkundigung einzuziehen. Marschall Mortier, der um diese Zeit gleichfallsschon in der höchsten Bedrängniß war, hatte das an ihn gerichtete Schreiben ")des Königes Joseph nicht erhalten, weil sich der mit dessen Ucberbringungbeauftragte Offizier verirrt hatte '*) **). Er antwortete daher, man müsse sichvor Allem bei dein Stellvertreter des Kaisers Rathes erholen, den er jedochschon seit Stunden allenthalben vergeblich aussuchen lasse.

Marmont aber, dem die Abreise Josephs bekannt war und der

*) Die des Genera! Zaubert.

**) Dasselbe war gleichlautend mit dem an den Marschall Marmont gerichteten,und besagte: „Wenn die Herren Marschalle Mortier und Marmont ihre Stellungnicht behaupten können, so ermächtige ich sie, nnk dem Kaiser von Rußland und demFürsten Schwarzenbcrg, die vor ihnen stehen, in Unterhandlung zu treten. DieTruppen sollen sich hinter die Loire zurückziehen."

—) kiocl», >l. 488. Wenn sich ein französischer Offizier bei Tag verirrenkonnte, da er doch, wie man glauben sollte, so leicht erfahren mußte, wo MarschallMortier, der Befehlshaber des linken Flügels, sich befinde, so wird man um soerklärlicher finden, daß sich der alliirte Offizier, der Blücher die Disposition bringensollte, in der Nacht verirrte.