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Zweiten Theiles Zweiter Band.
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da, und die Würfel konnten anders fallen. Gegen elf Uhr des Nachtserreichte er das Posthaus Cour-der France bei Juvissy, war sonach nurnoch zwei deutsche Meilen von Paris entfernt. Hier begann bereits dieReiterei des Generals Bclliard von Villcjuif einzutreffen. Der Kaiser,hoch überrascht, sprang aus dem Wagen, und erfuhr die Ereignisse desvergangenen Tages. Inzwischen waren auch Bcrthicr und Caulaincourtherbeigekommen, welchem Letzteren er zurief, den Wagen vorfahren zulassen*), um unverzüglich nach Paris zu eilen. Bclliard wandte demKaiser ein, daß er nicht weiter vorwärts könne, da es in Paris keineTruppen mehr gebe. „Gleichviel," rief Napoleon, „ich finde dort dieNationalgardc, die Armee wird morgen, längstens übermorgen zu mirstoßen, und ich werde die Angelegenheiten wieder herstellen." — „Ichwiederhole, daß Eure Majestät nicht mehr nach Paris kann. Die National-garde bewacht in Gcmäßhcit des Vertrages die Barrieren, und obschon dieVerbündeten erst um sieben Uhr Paris betreten sollen, ist es doch möglich,daß sie sich hieran nicht kehren, und daß Eure Majestät an den Thorenoder auf den Boulevards russischen oder preußischen Posten begegnet." —„ImmcrhinI ich will nach Paris, mein Wagen! Folgen Sie mir mitIhrer Cavallcric." — „Aber Eure Majestät setzt sich der Gcfangcnnchmungund Paris der Plünderung aus, denn mehr als 120,000 Mann habenalle ringsum liegenden Höhen besetzt. Ucbrigens habe ich Paris in Folgeeines Vertrages verlassen, und kann nicht wieder dahin zurück." —„Was für eines Vertrages? wer hat ihn abgeschlossen?" — „Ich kenneden Vertrag nicht, und weiß nur, daß mir der Marschall Mortier gesagt,» derselbe bestehe, und ich müsse nach Fontaincblcau marschiern." — „Was

macht Joseph? wo ist der Kriegsminister?" — „Ich weiß es nicht. Wirhaben den ganzen Tag über weder von dem Einen noch von dem AnderenBefehle erhalten. Jeder Marschall handelte auf eigene Rechnung. Manhat sie heute bei der Armee nicht gesehen, wenigstens nicht bei dem Corpsdes Marschalls Mortier." — „Ich muß nach Paris. Ucbcrall, wo ichnicht bin, begeht man nur dumme Streiche **)." Berthier und Caulain,court vereinten sich mit dem Grafen Bclliard, ihrem Kaiser von seinemVorhaben abzurathcn, welcher den Wagen ohne Unterlaß verlangte, ohnedaß derselbe hcransuhr, obschon der Obcrststallmcistcr"**) jedesmal versicherte,derselbe komme. Napoleon schritt hastig vorwärts, fragte nochmals umalle, schon gehörten Einzclnhcitcn, und brach endlich in die Worte aus:„Man hätte sich länger halten, hätte suchen sollen, sich bis zur Ankunftder Armee zu behaupten. Man hätte Paris, das die Russen nicht liebenkann, aufregen, die Nationalgardc, welche brav ist, in Thätigkeit setzen,und ihr die Vcrschanzungcn anvertrauen sollen, welche der Kriegsministerhat anlegen und mit Geschützen besetzen lassen müssen; sie würde dieselbengewiß gut vertheidigt haben, während die Linicntruppcn vorwärts auf den

*) Napoleon hatte eine gute Strecke mit Belliard, während dieser seinen Berichterstattete, zu Fuß-zurückgelegt-") Grob, aber wahr.

Caulaincourt.