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Zweiten Theiles Zweiter Band.
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seiner Truppen zur Besatzung nach Versailles *). General EManuelstand mit seiner leichten Reiterei bei Arpajon, und seine Parteien streiftenbis Estampes. Ueber Vor- le - Grand stand er mit der Avantgarde des GrafenPahlen, deren Hauptthcil bei Fleury aufgestellt war, in Verbindung.General Kaissareff bemächtigte sich des am rechten Ufer der Seine gelegenenTheiles von Melun. General Seslawin stand in Guigncs, und seineKosaken beobachteten die Seine von Melun bis aufwärts nach Pont-für/Seine. General Tschcrnitschcff schickte sich an, nach dem Loing zurücken, diesen Fluß bei Soupcs überschreiten, und dem Feinde in die linkeFlanke zu gehen. General Tcttenborn suchte, nach dem vergeblichenAngriffe auf Scns, einen anderen Ucbcrgang über die Ponnc, um gegenFontainebleau zu streifen**).

Die ganze Aufstellung der Armee zielte, wie sich aus dem Gesagtenhinlänglich ergiebt, auf Vertheidigung für den Fall eines Angriffes ab,zu welchem man selbst wohl erst dann übergegangen sein würde, wenn diein Paris stattgcfundcnc Umwälzung weder auf die Armee noch auf Napoleoneinen, zu friedlicher Lösung des Knotens führenden Eindruck hervorbrachte.Allein der Umschwung der Dinge in der Hauptstadt begann bereitsseine Wirkungen zu äußern. Der Marschall Marmont erkannte mitvoller Klarheit, daß der Angriff, welchen Napoleon beabsichtigte, nurzu einem völlig nutzlosen Blutvergießen führen könne. Als daher der FürstSchwarzcnberg ihm nach Essonne den Scnatsbeschluß, welcher dieThronentsctzung Napoleons aussprach, und die Aufforderung der provi-sorischen Regierung an die französische Armee sandte, nur der Sache desVaterlandes anzugehören, glaubte der Marschall derselben am Besten zudienen, wenn er dem gestürzten Kaiser einen beträchtlichen Theil der Streit-kräfte, über welche dieser gebot, entzöge ***)- Er trat daher mit dem FürstenSchwarzenberg in Unterhandlungen, die schnell zu einer Uebcrcinkunftführten, vermöge welcher Marmont sich anheischig machte, sein Corpsvon Essonne nach Versailles hinter die Armee der Verbündeten zu führen.Der Oberbefehlshaber dagegen verbürgte allen französischen Truppen, welchedie Reihen der Armee Napoleons verlassen würden, den ungehindertenRückzug mit Waffen, Gepäck, Munition und militairischcn Ehrenbezeigungennach der Normandie, so wie das Leben und die Freiheit des gestürztenKaisers, letztere jedoch nicht unbedingt ff). General Souham, einer der

*) Die Brigade des Generals Krafft war von Complegnc im Marsche nachParis begriffen. Die Brigade Lhümen war, wie schon erwähnt, vor Soiffonsgeblieben, und erwartete dort die Brigade Borstell aus den Niederlanden, welchezur Blocade von Soiffons und zur Unterhaltung der Verbindung über Laon mitdem Herzoge von Weimar bestimmt war.

**) Die Aufstellung der Armee Napoleons am 3. siehe S. 404 dieses Bandes.

***) Vergleiche die Rechtfcrtigungsschrift des Marschalls Marmont in der Allge-meinen Zeitung vom 3- und 7. Mai 4815.

ch) Die Bürgschaftsurkunde des Fürsten Schwarzenberg lautete: „Artikel I. JebKarl Fürst von Schwarzenberg, Fcldmarschall und Oberbefehlshaber der verbündete»Armee, verbürge allen französischen Truppen, welche in Folge des Senatsbcschluffcsvoi» 3. April die Fahnen Napoleon Bonapartes verlasse» werde», daß sie frei undungehindert, mit Waffen Gepäck und Munition, und mit derjenigen Achtung und