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Antonio Sän Gallo.
sterstücken Sän Gallo's gezählt haben würde. Aber es hattedas Schicksal aller Werke dieser Art. Bestimmt, einige Au-genblicke zu glänzen, hatte es nur eine Dauer von wenigenTagen und verschwand mit den Umständen, die ihm sein Da-seyn gegeben.
Nur der Kupferstecherkunst gehört es an, die decorirendenErfindungen zu verewigen, zu welchen die öffentlichen FesteVeranlassung geben. Durch die Erhaltung dieser ihrer Naturnach ephemeren Schöpfungen wäre gewiß mehr zu gewinnen, alsman denkt. Zunächst würden denjenigen, die sich künftig mitähnlichen Arbeiten beauftragt fänden, in diesen Ueberlieferungennützliche Lehren und schöne Beispiele vor Augen gelegt; auchwürden die Geschichten der Architektur und die des besondernTalents des Architekten in denselben die besten Aufklärungenfinden. In solchen Erfindungen kann in der That der Künst-ler, frei von allen Fesseln einer Sparsamkeit, welche oft dieschönsten Projekte beschränkt und verstümmelt, seiner Einbil-dungskraft Schwung geben und alle Reichthümmer derselbenentfalten. Aber zu jener Epoche hatte sich die Kupferstecher-kunst noch nicht bis zu dem Grade entwickelt, daß sie eineHülfleisterin der Geschichte werden konnte.
Ein Vorwurf, den man den späteren Jahrhunderten nachdem des St. Gallo mit Recht machen kann, ist, daß sie einDenkmal, beiläufig von der nämlichen Art, aber reell, daöheißt, in soliden Materialien und der dauerhaftesten Construk-tion, unbeendigt gelassen. Wir meinen das Thor äi Sau8pirrlo am Ende der großen und schönen Straße äella I^un-Es ist ganz von Travertinsteinen und mit einer Soli-dität aufgeführt, welche den energischen Charakter seiner Archi-tektur noch erhöht. Vasari erzählt uns, daß nach dem TodeSän Gallo's, der dieses Werk nicht beendigt, der Neid sichnicht nur seiner Vollendung widersetzt, sondern sogar auf seinegänzliche Abbrechung angetragen. Glücklicherweise hatten diese