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Michel Angelo Bonaroti.
Roms gekrönte Fontaine zieren. Das Uebrige des Gebäudesist nicht sein Werk uns wurde von zwei anderen Architekten,Giacomo della Porta und Rainaldi vollendet.
Aber die beiden vollkommen symetrischen'Gebäude, welchegleichsam die beiden Flügel des Platzes bilden, wurden gänzlichnach den Zeichnungen Michel Angelo's aufgeführt. Ihre Fayadebesteht in einem Erdgeschosse, auf der Seite des Platzes mitoffenen Gallerten und nur von einem einzigen Stockwerke,dessen Fenstereinfassungen mit Giebeln geziert sind, welche aufSäulen ruhen. Die Untersätze der Gallerte des Erdgeschossestragen die Piedestale der großen korinthischen Pilaster, die sichdie ganze Höhe des Gebäudes hinauf erstrecken, dessen Gesimssie stützen, welches ohne Unterbrechung fortläuft und mit einer,mit schönen Statuen gezierten Balustrade gekrönt ist. AmKapitol brachte Michel Angelo jenes jonische Kapitäl an, wel-ches seinen Namen trägt und für dessen Erfinder er gehaltenwurde. Aber diese Meinung ist schon lange widerlegt. Manfindet an alterthümlichen Gebäuden mehr als ein Beispiel vonjonischcn Kapitälern, deren Schnecken auswärts gebogen sind,und Michel Angelo konnte zu seiner Zeit Muster davon inRom finden.
Obgleich die Architektur des Kapitols auf eine Weise com-ponirt ist, daß man die ComposiNon fast allzu sehr merkt,bietet sie im Allgemeinen dennoch etwas nicht ganz Gewöhn-liches, einen Anblick von Reichthum und Adel dar, der viel-leicht auf einem großem Platze noch mehr Effekt machen würde.Man hat Giacomo della Porta , dem die Vollendung deS Kapi-tels hauptsächlich anvertraut war, gewisse willkürliche Detailszur Last gelegt, wie z. B. die am mittlern Fenster, welcheden Anblick desselben verunstalten.
Der prächtigste Palast Roms, der Palast Farnese, sollteseine Endkrone von der Hand Michel Angelo's erhalten. SeinPlan trug den Sieg über die Plane einer großen Anzahl