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Michel Angelo Bonaroti.
hinlänglich beurkundet. Man kann unmöglich glauben, daßdiese Neuerung von Seiten Michel Angelo's das Resultat einesSystemes gewesen, wie man es in dem darauf folgenden Jahr-hundert gesehen. Aber sein Beispiel hat darum nicht wenigerzur Einführung desselben beigetragen und man dürfte vielleichtbehaupten, daß alle jene Bizarrerien, welche in der Folge dieArchitektur verdorben, durch die korts xls eingegangen.
Wenn übrigens Michel Angelo sich gewissermaßen der Neue-rungssucht, besonders in den kleinen Details der Architektur,hingab, darf man aus Einigen dieser Kleinigkeiten keineswegsschließen, daß ihm der Fehler eigen, nur im Kleinen zu sehen.Die Kuppel der St. Peterskirche, auf welcher sein Ruf alsArchitekt beruht, beweist uns zur Genüge, daß er unter allenseinen Zeitgenossen derjenige war, der durch seine große Art,zu sehen, dem größten aller Baudenkmäler, die es je gegeben,am Meisten gewachsen, und daß man es ihm danken muß, daßeine so ungeheuere Erfindung in den Formen, den Verhältnissenund dem Geschmacke ausgeführt worden, die es erfordert.
Seit dem Tode Bramante's , das heißt, vom Jahre 1513bis zum Tode Antons Sän Gallo im Jahre 1546, hatte derBau der St. Peterskirche nur eine fortwährende mehr oderminder schnelle Aufeinanderfolge von Architekten, Versuchenund Projekten dargeboten. Die erste Idee Bramante's wargroß und kühn, die Ausführungsmittel aber entsprachen der-selben keineswegs. Nachher erschrack man, nicht über dasProjekt, sondern über die Schwäche der Construktion. Giu-liano da Sän Gallo, Giocondo und Raphael arbeiteten ander Verstärkung und Befestigung der Stützpunkte und zwarfortwährend nach dem nämlichen, von Raphael nach den An-leitungen Bramante's zusammengestellten und geordneten Plane.Bald aber sollte man diese drei Architekten verlieren. ImJahre 1520 trat Balthasar Peruzzi an die Stelle Raphaelsund Anton Sän Gallo an die seines Oheims Giuliano. Der