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die man seither den gezeichneten oder gestochenen Copien deralterthümlichen Denkmäler gegeben. Wir fügen sogar hinzu,daß die bis in's Kleinste gehende Sorgfalt, welche gegenwär-tig jeder Künstler auf die Maaße, die Details und die For-men einer kleinen Anzahl Gebäude verwendet, dem PirroLigorio wegen der Menge der allenthalben gesammelten Alter-thümer, durchaus unmöglich gewesen. Man darf sie dahernur mit einiger Vorsicht zu Rathe ziehen.
Wie dem auch seyn mag, so muß man, da viele vonden Originalst» dieser Zeichnungen entweder gar nicht mehrexistiren, oder im Laufe von mehr als zwei Jahrhunderten,Theils durch die Zerstörungen der Zeit und Theils durch dieSorglosigkeit der Menschen, außerordentlich gelitten, dennochgestehen, daß man ihm für die Erhaltung vieler Thatsachen,Autoritäten, kostbarer Zusammenstellungen, sinnreicher Ver-gleiche, so wie endlich von Gegenständen, die, obgleich nichttreu kopirt oder der nöthigen Genauigkeit entbehrend, darumnicht weniger treu den Charakter und den Geschmack desAlterthums bezeichnen und kostbare Ueberlieferungen seinerGrundsätze sind, sehr vielen Dank schuldig ist.
Einige Kritiker haben zwar, und selbst schon zu seinerZeit, mehrere seiner Fehler gerügt. Man warf ihm vor, daßer aus Mangel an genügsamer Kenntniß des Lateins aufTreu und Glauben hin falsche Inschriften gegeben. Indessenhaben Verschiedene der berühmtesten Alterthumsforscher, wieSpanheim, Maffei, Muratori und Tiraboschi, derselben mitLobeserhebung erwähnt, und ihn dadurch gegen jene Kritikgerechtfertigt. Endlich bezeichnet ihn Gio. Matteo Toscano,der sich rühmte, Pirro Ligorio zu Rom -gekannt zu haben,als einen Mann, welcher (totius snti^uitstis peritissr-mu5, uuUiuscjne stonrs srtis i>;ur>ru8) des gesammtenAlterthums in hohem Grade kundig und keiner guten Kunstfremd war.
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