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Die Manuskripte Pirro Ligorio's bestehen in dreißig Folio-Bänden, wovon mehrere dem Herzog Alphons von Ferrarazugeeignet waren. Die Beschreibung derselben findet man in
dem Catalog der Manuskripte der Bibliothek von Turin ,
Vol. 2. Nach einigen Reisenden beließen sich viese Manu-skripte auf vierzig Bände und die zehn, welche in Turin fehlten, befanden sich in der königlichen Bibliothek zu Neapel .Zwölf Bände dieser Manuskripte werden auch in der Biblio-thek des Vatikans aufbewahrt; aber es sind blos Copien,
welche auf Befehl der Königin Christine von Schweden von
den Originalien veranstaltet worden.
Von dieser unermeßlichen Sammlung wurden bis jetzt nureinige abgesonderte Theile bekannt gemacht, z. B. ein Bandüber die Alterthümer Roms: Delle snticliita 6i Iloma nel<juk»1e 8i Iratta <le' eirclii, tentri e unllteatri con le zm-ralln556, Venetin, 1653; ein Werkchen: cle Veliiculis, in'sLateinische übersetzt und herausgegeben von Schäffer. Frank-furt 1761.
Das Werk Pirro Ligorio's aber, welches die Künstler am-Meisten kennen, ist die muthmaßliche Wiederherstellung desalten Roms, von ihm in einem großen Gemälde entworfen,worin alle Gebäude dieser großen Stadt, von denen sich nochUeberreste oder geschichtliche Nachrichten, oder auch nur bloßeErinnerungen erhalten, in Aufrissen verzeichnet sind. Die Ele-mente dieser Arbeit waren ohne Zweifel zur Zeit unseres Ar-chitekten noch in größerer Anzahl vorhanden, und man erkenntin dem Gemälde deutlich eine ziemlich treue, obgleich abgekürzteNachahmung der Denkmäler, welche noch gegenwärtig bestehen.Zwar stellen die Meisten dieser Plane und Aufrisse von Ge-bäuden nur willkürliche Compositionen dar, die durchaus keinbestimmtes Modell haben konnten. Indessen gibt Nichts einebessere Idee von dem, was sie seyn mußten. Pirro Ligorio -hatte die Anzeigen davon allenthalben sowohl auf den Basreliefs