Band 
Erster Band.
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Pirro Ligono.

als dcn Kehrseiten der Medaillen gesammelt. Und da seinKopf mit allen Typen der Architektur, mit allen Formen,allen Details und allen alterthümlichen Compofitionen angefüllt,so hatte er bei dieser großen Arbeit keine andere Mühe, alsdie unzählbaren Combinationen, welche das Genie der Alten,ohne sich jemals zu wiederholen, von einigen einfachen Grund-sätzen und wenigen, einer großen Verschiedenheit fähigen Ty-pen zu machen wußte, darin aufzunehmen, zu ordnen und zuvervielfältigen.

Die Ansicht und das Studium dieses Gemäldes des altenRoms kann sowohl für den Alterthumsforscher als für denArchitekten von Nutzen seyn, welche beide daraus zwar wederNachrichten, die man beim Worte fassen, noch Muster, dieman sklavisch copiren kann, wohl aber Analogien entnehmenkönnen, die geeignet, das Urtheil richtig zu leiten, oder Ein-gebungen, welche fähig sind, das Gedächtniß des Künstlers oderdie positiven Studien an den noch vorhandenen Ruinen mitHüsse der Einbildungskraft zu ergänzen.

Pirro Ligorio hatte den allgemeinen Plan der Villa ^strisnazu Tivoli und zwar zu einer Zeit wieder hergestellt, wo nochweit mehr Zeugen dieser Gesammt-Construktionen vorhandenwaren, als deren jetzt noch übrig. Franzeöko Contini ließdenselben im Jahre 1751 in Kupfer stechen und fügte mittelsHmweisungs-Buchstaben eine Beschreibung bei, die aber wegenihrer Kürze nicht genügen kann. Man muß daher bedauern,daß er nicht die ganze historische Nachricht mitgetheilt, womitder Urheber des Plans denselben begleitet, und welche weitumfassender ist und viele merkwürdige Umstände und gelehrteUntersuchungen enthält.