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Erster Band.
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Vignola. 313

nicht geschwächt, sondern noch weit übertreffen). Dieß sind dieeigenen Worte des berühmten Commentators des Vitruv's.

Philipp II. ließ damals an dem Gebäude des Eskurial'sarbeiten. Es war kaum begonnen, als der Baron BerardinoMartirani in dem projektirten Plane Fehler entdeckte, denenes noch Zeit war abzuhelfen. Die Arbeiten wurden eingestellt.Der Baron reiste nach Italien und erhielt von dem Monarchenden Auftrag, sich von den berühmtesten Architekten Planeentwerfen zu lassen. Er sammelte deren zwei und zwanzigvon verschiedenen Künstlern, unter welchen sich auch GaleazzoAlessi, Pellegrino Tibaldi, Andrea Palladio u. m. a. befanden.Er checkte sie sämmtlich Vignola mit. Dieser traf eine sinn-reiche Auswahl der schönsten Partien jedes die''..- Plane, fugtedann seine eigenen Ideen bei und combinirte dem Allem einGesammtganzes von großer Vorzüglichst velches den allgemei-nen Beifall erhielt. Der König von < o .«en ließ Vignola unterden vortheilhaftesten Anerbietuna>^ Antrag machen, in seineDienste zu treten. Aber umso ^ c-er 'künstl r entschuldigte sichmit seinem hohen Alter '«ich - ' ,uen ver St. Peterskirche,

deren Architekt er seit oem Lose Michel Angelo's geworden.

Vignola hätte um kem anderes Unternehmen die Ehrevertauscht, der Nachfolger dieses großen Mannes in einer«Stelle zu seyn, deren Pflichten er sich mit dem Eifer einesErben entledigte, welcher die Absichten seines Vorgängers ge-wissenhaft zu erfüllen sucht. Michel Angelo hatte, wie wirbereits aus seinem Leben wissen, den Plan der St. Peters-kirche in Form eines griechischen Kreuzes, das heist, mit"viergleichen Annen entworfen, die gewissermaßen nur als Vestibülsoder Einleitungen zu der Kuppel zu betrachten, welche dasHauptgebäude des Tempels bilden sollte. Dieß sollte sichauch im Aeußern des Denkmals verkündigen, welches in seinenvorderen Theilen um 250^Fuß weniger lang, als es durchdie Hinzufügung des Schiff's von Carlo Maderno geworden,