Band 
Zweiter Band.
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Andrea Palladio .

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beschleunigen mochten. So sehen wir, daß er dreimal mitihm die Reise nach Rom gemacht.

Palladio sah bald die Unzulänglichkeit seiner ersten Studienein, die sich auf die Schriften Vitruv's, Leon Batifta Alberti'Sund der anderen ihm vorhergegangenen Meister beschränkten.Er widmete sich nun ganz der Untersuchung der alterthümlichenDenkmäler, aber nicht blos auf die Weise derjenigen, die sienur abzeichnen, um sie in ihren Werken zu wiederholen. Erwollte sie nachahmen, aber nicht kopiren, und suchte daherweniger ihre Maaße, als die Ursache ihrer Verhältnisse. Erforschte nicht nach festgesetzten Regeln, sondern nach den Grund-sätzen, auf welchen die Regeln beruhen. Er wollte sich eherden Geist als den Buchstaben derselben aneignen. Nicht zu-frieden, in den Ueberresten, welche der Zahn der Zeit ver-schont, die Theile der zerfallenen Gebäude im Einzelnen wiederherzustellen, unternahm er es, ihre Fundamente zu erforschen,um sich eine Vorstellung vom Ganzen zu bilden, und indemer nach ihren Anzeigen die unzusammenhängenden Trümmerwieder zusammen setzte, war er Einer der Ersten, die ingelehrten Restaurationen eine vollständige Idee ihres ursprüng-lichen Zustandes gaben.

Aus einem Briefe Triffino's vom Jahre 1547 ersehen wir,daß in dem nämlichen Jahre Palladio, neun und zwanzig Jahrealt, wieder in seine Vaterstadt zurückkam, die er mit seinerAusbeute aus dem alten Rom bereichern sollte. Man glaubtallgemein, daß er einigen Antheil an der Erbauung des Stadt-hauses von Udine gehabt, welches von Giovanni Fontana angefangen worden; wenigstens versichert Temanza , auf dessenUrtheil man sich in dieser Hinsicht verlassen kann, daß anmehreren Theilen des Gebäudes der Geschmack Palladio'sunverkennbar sei.

Ein größerer Spielraum war seinem Talente in der Wie-derherstellung, oder besser zu sagen, in der gänzlichen Wieder-